Landeskunde

„Brutale Gewalttaten gibt es leider immer noch“

Beispiele: NSU, München, Halle, Hanau. Es gibt eine Kontinuität von rechter Gewalt, sagt Prof. Dr. Oliver Plessow. Nach Lichtenhagen, aber auch lange davor. Unser Interview mit dem Historiker der Universität Rostock zum 30. Jahrestag der Pogrome in Rostock – und über das Kolloquium am Donnerstag.

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Rechte Gewalt vor Lichtenhagen

Die Anschläge in Rostock-Lichtenhagen 1992 stehen auch 30 Jahre später bundesweit für einen Höhepunkt an rassistischer Gewalt. Doch es gibt eine Vorgeschichte, die bis heute kaum zur Kenntnis genommen worden ist. Angriffe auf Migranten und Unterkünfte für Geflüchtete gab es schon zuvor, und zwar flächendeckend. Unser TV-Tipp: „Verharmlost und vergessen – Rechte Gewalt vor Rostock-Lichtenhagen.“ Zu sehen am Mittwoch um 21 Uhr im NDR – oder schon jetzt in der Mediathek.

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Die Hölle von Lichtenhagen

Rostock-Lichtenhagen, August 1992. Es brodelt im Stadtteil. Ankündigungen von Gewalt gegen die Asylbewerber in der Zentralen Aufnahmestelle machen die Runde. Ab dem 22. August werden aus Worten Taten. Tagelang. Steine und Brandsätze fliegen. Schaulustige johlen. In der dritten Nacht brennt der Plattenbau. Diejenigen, gegen die sich die Gewalt richtet, haben Todesangst. In dieser Woche jähren sich die Pogrome zum 30. Mal.

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Der Film zu Lichtenhagen ’92

Anlässlich des 30. Jahrestages der rassistischen Ausschreitungen am Rostocker Sonnenblumenhaus wird am 24. August im Innenhof des Schweriner Schlosses der Film „Wir sind jung. Wir sind stark“ gezeigt. Die Veranstaltung inklusive Gesprächsrunde findet auf Einladung des Filmkunstfestes MV, der Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ und des Landtages statt.