
Vor 65 Jahren, am 13. August 1961, riegelten Sicherheitskräfte der DDR die Sektorengrenze in Berlin ab. Barrikaden wurden errichtet, Betonpfähle eingerammt und Stacheldrahtzäune gezogen. Der Übergang von Ost nach West war versperrt, die Stadt in zwei Hälften geteilt. Unsere Themenseite zum Mauerbau.
Hintergrund
Der 13. August 1961 veränderte schlagartig das Leben vieler Menschen in beiden Teilen Deutschlands. Die innerdeutsche Grenze trennte Ost und West fast 30 Jahre lang. Zwischen 1961 und 1989 wurden mehrere hundert Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime an Land und auf See ums Leben. Unzählige weitere Menschen wurden bei dem Versuch zu fliehen festgenommen und zu hohen Haftstrafen verurteilt.
Gedenken in MV
Mit einem Gedenken an Grenzopfer Harry Krause in Groß Thurow und einer Veranstaltung zum Grünen Band in Schlagsdorf erinnern am Donnerstag der Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Landeszentrale für politische Bildung MV, das Projekt Natur- und Kulturraum Grünes Band von BUND und Deutschem Kulturrat e.V. und das Grenzhus Schlagsdorf an den Mauerbau 1961 in Berlin. In Groß Thurow wird um 16 Uhr eine Stele für Harry Krause eingeweiht. Der Zehnjährige wurde am 31. Januar 1951 beim Schlittschuhlaufen auf dem Goldensee von einem Wachtmeister der DDR-Grenzpolizei erschossen. Weiter
Zum gemeinsamen Gedenken an den 65. Jahrestag des Mauerbaus laden die Landeshauptstadt Schwerin, die Landeszentrale für politische Bildung und der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur am 13. August um 10 Uhr am Demmlerplatz in Schwerin ein. Weiter
An der Fünfeichen-Stele in Greifswald wird um 17 Uhr ein Kranz niedergelegt.
Lesetipps
Der 13. August 1961. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“, sagte DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961. Gut acht Wochen später, am 13. August 1961, begann der Bau der Mauer in Berlin. Über Nacht. Und Symbol gebend für die deutsche Teilung. Weiterlesen
Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Die Themenseite der Bundeszentrale für politische Bildung – hier
Was von der Grenze übrig blieb

Kaum etwas erinnert heute noch daran, dass die Bundesstraße 208 zwischen Roggendorf in Mecklenburg-Vorpommern und Mustin in Schleswig-Holstein einst unterbrochen war. Jahrzehntelang war diese Straße ein Symbol der deutschen Teilung. Weiterlesen
Der Grenzturm von Kühlungsborn

Von ehemals 27 Grenztürmen an der Küste der DDR sind nur noch zwei erhalten. Einer davon in Kühlungsborn. Weiterlesen
Überblick

An zahlreichen Orten in Mecklenburg-Vorpommern finden sich Spuren der Gewaltregime des 20. Jahrhunderts und Hinweise auf die wechselvollen Erfahrungen mit ihnen – seien es bauliche Überreste, Erinnerungstafeln, Mahnmale oder Gedenkstätten. www.gedenkstaetten-mv.de
Bücher

Schwerin 2025 | 410 Seiten | LpB | 25 Euro
Autorinnen und Autoren
Henning Hochstein, Jenny Linek, Merete Peetz. Unter Mitarbeit von Hubertus Buchstein, Jane Gerhardt, Björn Ahters, Leoni Gau, Maya Miller und Finja Schöbel
Hier geht’s zur Bestellung

Erhältlich beim Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: www.landesbeauftragter.de

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Für Kinder erklärt
Vor 65 Jahren ist rund um West-Berlin eine drei Meter hohe, unüberwindliche Mauer gebaut worden. Aber wieso passierte das? Um das zu verstehen, müssen wir etwas über den geschichtlichen Hintergrund wissen. Der Mauerbau für Kinder erklärt – auf www.hanisauland.de
Das Grenzhus Schlagsdorf
Über das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze im Norden informiert das Grenzhus Schlagsdorf.