13. August 1961: Beginn des Mauerbaus

Das Brandenburger Tor 1961. Foto: Bundesarchiv

Am 13. August 1961 riegelten Sicherheitskräfte der DDR die Sektorengrenze in Berlin ab. Barrikaden wurden errichtet, Betonpfähle eingerammt und Stacheldrahtzäune gezogen. Der Übergang von Ost nach West war versperrt, die Stadt in zwei Hälften geteilt. Hier unsere Themenseite zum 64. Jahrestag des Mauerbaus.


Hintergrund

Am 13. August vor 64 Jahren begann der Bau der Berliner Mauer und die Abriegelung der innerdeutschen Grenze. Der 13. August 1961 veränderte schlagartig das Leben vieler Menschen in beiden Teilen Deutschlands. Die innerdeutsche Grenze trennte Ost und West fast 30 Jahre lang. Zwischen 1961 und 1989 wurden mehrere hundert Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime an Land und auf See ums Leben. Unzählige weitere Menschen wurden bei dem Versuch zu fliehen festgenommen und zu hohen Haftstrafen verurteilt.


Gedenken in Kühlungsborn

Gedenkveranstaltung und Buchvorstellung am 13. August in Kühlungsborn. Erinnert wird an die Opfer des DDR-Grenzregimes. Vorgestellt wird das Buch „Tödliche Ostseefluchten aus der DDR 1961–1989“. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Die Gedenkveranstaltung findet am ehemaligen Grenzturm BT 11, Ostseeallee 1A in Kühlungsborn, statt. Beginn: Mittwoch um 17 Uhr. Eingeladen haben der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Landeszentrale für politische Bildung MV zusammen mit dem Verein Grenzturm e.V. Es sprechen die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten MV, Bettina Martin, die Kühlungsborner Bürgermeisterin Olivia Arndt und Dr. Lars Tschirschwitz, Stellvertretender Landesbeauftragter für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

„Der 13. August 1961 war ein brutaler Einschnitt in der deutschen Geschichte”, sagte Ministerin Martin im Vorfeld. „Beim Stichwort Mauerbau denkt man zunächst an die Bilder aus Berlin im August 1961. Aber in ganz Deutschland – von der Ostsee bis ins Vogtland – trennte die Grenzabsperrung die Menschen und zerriss Familien.”

Am Mittwoch in Kühlungsborn stellt Dr. Jenny Linek, Mitautorin der 2025 erschienenen Studie „Tödliche Ostseefluchten aus der DDR 1961–1989“, die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit in der Villa Astoria vor (18 Uhr in der Ostseeallee 2, 18225 Kühlungsborn). Der Zeitzeuge Harry Balbach, der 1971 einen Fluchtversuch unternommen hatte und von Grenztruppen verhaftet wurde, ist Gesprächspartner in der Diskussion.


Das Buch

Tödliche Ostseefluchten aus der DDR 1961-1989.
Schwerin 2025 | 410 Seiten | LpB | 25 Euro

Autorinnen und Autoren

Henning Hochstein, Jenny Linek, Merete Peetz. Unter Mitarbeit von Hubertus Buchstein, Jane Gerhardt, Björn Ahters, Leoni Gau, Maya Miller und Finja Schöbel

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Der Grenzturm von Kühlungsborn

Foto: Wiebke Marcinkowski

Von ehemals 27 Grenztürmen an der Küste der DDR sind nur noch zwei erhalten. Einer davon in Kühlungsborn. Weiterlesen


Lesetipps

Der 13. August 1961. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“, sagte DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961. Gut acht Wochen später, am 13. August 1961, begann der Bau der Mauer in Berlin. Über Nacht. Und Symbol gebend für die deutsche Teilung. Weiterlesen

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Die Themenseite der Bundeszentrale für politische Bildung – hier


Was von der Grenze übrig blieb

Foto: Hendrik Lietmann

Kaum etwas erinnert heute noch daran, dass die Bundesstraße 208 zwischen Roggendorf in Mecklenburg-Vorpommern und Mustin in Schleswig-Holstein einst unterbrochen war. Jahrzehntelang war diese Straße ein Symbol der deutschen Teilung. Weiterlesen


Überblick

Der Gedenkstättenführer zum Herunterladen

An zahlreichen Orten in Mecklenburg-Vorpommern finden sich Spuren der Gewaltregime des 20. Jahrhunderts und Hinweise auf die wechselvollen Erfahrungen mit ihnen – seien es bauliche Überreste, Erinnerungstafeln, Mahnmale oder Gedenkstätten. www.gedenkstaetten-mv.de


Bücher

Sandra Pingel-Schliemann: „Ihr könnt doch nicht auf mich schießen!“ Die Grenze zwischen Lübecker Bucht und Elbe 1945 bis 1989. Schwerin, 3. Auflage 2017

Erhältlich beim Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: www.landesbeauftragter.de

Sandra Pingel-Schliemann, Hendrik Lietmann: Spurensuche. Orte der Friedlichen Revolution in Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin 2019, Landeszentrale für politische Bildung MV

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Für Kinder erklärt

Vor 64 Jahren ist rund um West-Berlin eine drei Meter hohe, unüberwindliche Mauer gebaut worden. Aber wieso passierte das? Um das zu verstehen, müssen wir etwas über den geschichtlichen Hintergrund wissen. Der Mauerbau für Kinder erklärt – auf www.hanisauland.de


Das Grenzhus Schlagsdorf

Über das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze im Norden informiert das Grenzhus Schlagsdorf.

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