
„Im Gedenken der Kinder – Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit.“ Die Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin dokumentiert die Beteiligung von Kinderärzten an den nationalsozialistischen Medizin- und „Euthanasie“-Verbrechen. Zu sehen ist die Ausstellung bis 19. September in der Marienplatz-Galerie in Schwerin. Hier unsere Bilder, der Hintergrund und die Einladung zur Podiumsdiskussion am Mittwoch.
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Gewaltverbrechen an kranken Kindern sind ein besonders abscheuliches Kapitel während der Nazidiktatur. Die Ausstellung in der Marienplatz-Galerie erinnert an hunderte Kinder, die während der NS-Zeit im Rahmen der sogenannten Euthanasie in Schwerin und anderen Orten im Deutschen Reich ermordet wurden.
Auch Kinderärzte waren darin verstrickt. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) e.V. hat sich umfassend mit diesem Kapitel auseinandergesetzt. Ausgewählte Forschungsergebnisse wurden für die Wanderausstellung aufbereitet.
Während der NS-Zeit wurden im gesamten Reichsgebiet schätzungsweise 8.000 Kinder mit unterschiedlichen Erkrankungen in sogenannten Kinderfachabteilungen durch Giftspritzen oder bei Menschenversuchen systematisch ermordet. Eine dieser Tötungsanstalten für kranke Kinder befand sich auf dem Sachsenberg in Schwerin.
Die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder – Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ ist bis 19. September 2026 in der Marienplatz-Galerie in Schwerin zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist barrierefrei.
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