
„Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen“. Die Lesung und das Gespräch mit Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa am 9. April in der Landesbibliothek in Schwerin.
Hintergrund
Im Rahmen der bis 28. April im Schweriner Dokumentationszentrum geöffneten Ausstellung „Das andere Russland. MEemorial: Der Kampf um historische Wahrheit und Demokratie“ laden die Heinrich-Böll-Stiftung MV, der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Landeszentrale für politische Bildung MV zur Buchvorstellung ein: In ihrem neuen autobiografischen Buch „Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen“ teilt die bedeutende russische Oppositionelle Irina Scherbakowa ihre Erinnerungen an das Leben in Russland nach der Perestroika. Die Mitbegründerin der Menschenrechts-Organisation Memorial, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, verwebt dabei eigene Erfahrungen und gesellschaftliche Betrachtungen eng mit der russischen Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts.
Seit 2022 lebt die Historikerin, Germanistin und Publizistin Irina Scherbakowa im Exil in Tel Aviv und Deutschland. Ausgehend von ihrem Leben in Moskau und der Wohnung mit vielen Familienerinnerungen und Erbstücken, die sie und ihr Mann zurückließen, reist sie in der Zeit zurück. Sie berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Russland zu Beginn der 1990er Jahre und beschreibt dabei die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten.
„Ihre bis heute andauernde, aktive politische Tätigkeit, ihr Kampf gegen Staatsterror und für die Aufarbeitung des Stalinismus und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur fordern mir großen Respekt ab“, sagt der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung MV, Jochen Schmidt, der die Buchvorstellung moderieren wird.
Termin
„Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen“
Lesung und Gespräch mit Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa am Donnerstag, 9. April 2026, 18 Uhr, in der Landesbibliothek M-V Günther Uecker, Johannes-Stelling-Str. 29, Schwerin.
Der Eintritt ist frei.
