
Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Hier unsere Überblickseite mit den Gedenkveranstaltungen 2026.
Hintergrund
Seit 1996 ist der 27. Januar ein nationaler Gedenktag, an dem man in Deutschland, der EU und der Welt der über sechs Millionen Juden und der vielen anderen Opfer gedenkt, die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordet wurden. Das Datum selbst erinnert an die Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945. Vor genau 81 Jahren.
Landesweite Gedenkveranstaltung
In Mecklenburg-Vorpommern wird jährlich der Menschen mit psychischen Erkrankungen, geistigen und körperlichen Behinderungen gedacht, die im Nationalsozialismus in Vernichtungslager deportiert, ermordet oder zwangssterilisiert wurden.
27. Januar in Wöbbelin und Ludwigslust

Weitere Informationen: www.sozialpsychiatrie-mv.de
Bitte melden Sie sich per E-Mail an: kathrin.boegner@sozialpsychiatrie-mv.de
Ausstellung
„#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“
…heißt die Ausstellung, zu der die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit MV bis 6. Februar 2026 in den Schweriner Dom einlädt. Texte, Bilder und thematische Impulse der Präsentation regen die Gäste an, sich mit Gemeinsamkeiten, Unterschieden und der Bedeutung eines respektvollen Miteinanders auseinanderzusetzen. So sollen Vorurteile abgebaut und der Dialog zwischen jüdischen und christlichen Sichtweisen gefördert werden.
Gedenkveranstaltungen
22.1. ab 11.30 Uhr in Stralsund
Zeitzeuge – Mein Opa war ein Nazi. Theaterstück
23.1. ab 15.30 Uhr in Neubrandenburg
Die Welt da drinnen & Judasfrauen. Lesung mit Helga Schubert
25.1. ab 14 Uhr in Rostock
26.1., 10 Uhr in Wismar
„Stolpersteine Digital“: Mit der Aufnahme der Wismarer Stolpersteine wird das Erinnerungsprojekt ausgebaut. Vorstellung der erweiterten App: Montag in der Hansestadt. Weiter
26.1., 15 Uhr in Greifswald
„Stolpersteine Digital“: Das Projekt wird in Greifswald vorgestellt. Stolpersteine erinnern zum Beispiel an die Familie Cohn. Weiter
26.1. ab 20 Uhr in Greifswald
Treasure – Familie in ein fremdes Land. Film
27.1. in Rövershagen
Keine Träne mehr. Ausstellungseröffnung
27.1. ab 10 Uhr in Wöbbelin / Ludwigslust
Landesweite Gedenkveranstaltung
27.1. ab 10 Uhr in Neustrelitz
Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Marienstraße
27.1. ab 15 Uhr in Malchin
Enthüllung einer Gedenktafel am Jüdischen Friedhof Malchin
27.1. ab 15 Uhr in Rostock
Gedenken der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zum 27. Januar auf dem Neuen Friedhof
27.1. ab 17.30 Uhr in Rostock
Nie wieder? Wie zerbrechlich ist unsere Demokratie? Vortrag und Diskussion
27.1. ab 18 Uhr in Schwerin
Gedenkkonzert des Landtages Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus
27.1. ab 18 Uhr in Rostock
Das geheime Stockwerk. Filmvorstellung und Diskussion
27.1. ab 19 Uhr in Rostock
Aber wer ist schuld? Ausstellung und Film
27.1. ab 19 Uhr in Greifswald
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
27.1. ab 19 Uhr in Dömitz
Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen. Zeitzeugengespräch
Alle Veranstaltungen auf www.lpb-mv.de
Schulangebote
27.1. und 28.1. in Rostock
Gedenkveranstaltung im Bundestag
Die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus wird am 28. Januar um 12 Uhr begangen. Zentrale Gedenkrednerin im Bundestag ist die Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin Tova Friedman.
Frau Friedman wurde am 7. September 1938 in Gdingen/Gdynia nahe Danzig in Polen geboren. Im Alter von fünf Jahren wurde sie mit ihrer Mutter nach Auschwitz-Birkenau deportiert und überlebte vermutlich durch einen technischen Defekt der Gaskammern. Bei den Todesmärschen im Januar 1945 gelang es ihr schließlich, sich zwischen Leichen zu verstecken. Nach dem Krieg emigrierte die Familie in die USA, sie wurde dort eine erfolgreiche Therapeutin. Tova Friedman leistet heute eine besonders wertvolle Form der Erinnerungsarbeit: Sie betreibt gemeinsam mit ihrem Enkel einen TikTok-Kanal mit über 500.000 Followern, auf dem sie über den Holocaust informiert und sich regemäßig Fragen von jungen Menschen stellt.
Die Gedenkstunde wird live auf www.bundestag.de übertragen.