
„Stolpersteine Digital“: Mit der Aufnahme der Wismarer Stolpersteine wird das Erinnerungsprojekt ausgebaut. Vorstellung der erweiterten App: Montag – erst in Wismar, dann in Greifswald. Zwei Veranstaltungen zum Gedenktag am 27. Januar.
Vorstellung in Wismar
Gedenken und Vorstellung der App „Stolpersteine Digital“ – Integration der Wismarer Stolpersteine
Wann? Montag, 26. Januar 2026, 10 Uhr
Wo? Stolpersteine für Familie Karseboom, Hinter dem Rathaus 17, 23966 Wismar
(bei Schlechtwetter: im Rathaus der Hansestadt Wismar)
Programm
Begrüßung
Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Grußwort
Thomas Beyer, Bürgermeister der Hansestadt Wismar
Grußwort
Silke Tessmann-Storch, Vorständin des IT-Dienstleisters Dataport
Gedenken im Rahmen des Gedenktages am 27. Januar
Einleitende Worte zu Familie Karseboom – Leben und Schicksal
Falk Bersch, Stolperstein-Initiative Wismar
Vorstellung von drei Biografien durch Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10 c des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wismar
Clara Kaminski, Emil Kopp, Eva Graeff
Gemeinsame Projektvorstellung der App „Stolpersteine Digital“ durch Jochen Schmidt, LpB, und Lars Mischak, Leiter Lösungen Kultur und Wissenschaft beim IT-Dienstleister Dataport
Vorstellung in Greifswald
Wann? Montag, 26. Januar 2026, 15 Uhr
Wo? Bürgerschaftssaal des Rathauses, 17489 Greifswald
Programm
Begrüßung
Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder
Grußwort
Arbeitskreis Kirche und Judentum – Dr. Ulrich Moebius
Vorstellung Projekt und Website: erinnern und leben
Magdalena Kunert
Verabschiedung von Magdalena Kunert als Projektleiterin durch die Ev. Altstadtgemeinden
Michael Mahlburg
Vorstellung und Hintergrund der Stolperstein-App durch Landeszentrale für politische Bildung
Jochen Schmidt / Lars Mischak
Im Anschluss
Fußweg über den Rathausplatz zum gegenüberliegenden Haus Markt 13, wo die Stolpersteine in Erinnerung an die Familie Cohn verlegt sind. In diesem Haus war auch der Gebetsraum der jüdischen Gemeinde.
Hintergrund
In vielen Städten und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern finden sich Stolpersteine. Die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern hat sich 2025 gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Dataport auf den Weg gemacht, alle Stolpersteine und vor allem die Biografien von Opfern des Nationalsozialismus in Mecklenburg-Vorpommern in der App „Stolpersteine Digital“ zu erfassen.
Stand Ende Januar 2026 sind die Stolpersteine der Landeshauptstadt Schwerin, der Hansestadt Stralsund, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, der Hansestadt Wismar und von Waren (Müritz) in die App integriert. In den kommenden Wochen werden die Stolper- und Denksteine in Pasewalk und Rostock integriert. Ziel der Landeszentrale ist es, in den kommenden Jahren alle Stolpersteine inklusive der Biografien in die App zu integrieren.
Was diese App besonders macht, ist ihre Fähigkeit, diese Denkmäler zu verknüpfen: mit den Biografien der Menschen, den historischen Kontexten und interaktiven Erlebnissen. Nutzerinnen und Nutzer der App können mit der Kamera ihres Mobiltelefons Stolpersteine scannen und so die Biografie des Menschen, an den dort erinnert wird, abrufen. Zudem enthält die App eine Gedenkfunktion. Mit Hilfe von Augmented Reality kann eine Kerze am Stolperstein platziert werden und mit einer Gedenkbotschaft und dem eigenen Namen ergänzt werden. Andere Nutzerinnen und Nutzer der App können diese Kerzen dann auf ihrem Mobiltelefon sehen. Die Kerzen verbleiben für einen Zeitraum von sieben Tagen in der virtuellen Realität.
Ergänzend zur App findet man umfassendes pädagogisches Material von unterschiedlichen Bildungsträgern auf der Webseite stolpersteine.digital. Diese Übersicht wurde zusammengestellt vom Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein und den Landeszentralen für politische Bildung Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Die App „Stolpersteine Digital“ kann unter diesem QR Code heruntergeladen werden:
