Die App zur Grenzgeschichte

Das geschleifte Dorf Lankow. Hier der Hintergrund.

Unser Tipp für die Ferien: Wandern an der ehemaligen Grenze – am besten mit der App „Grünes Band“. Sie erzählt die Geschichte der deutschen Teilung, der Grenzöffnung sowie der Transformation bis heute.


Hintergrund

Die App erschließt rund 900 Orte entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze von Sachsen bis zur Ostsee. Nutzerinnen und Nutzer erhalten auf einer digitalen Karte Zugang zu leicht verständlichen und als Audio hörbaren Texten, historischen und aktuellen Fotografien, Karten sowie Archivmaterialien.

Besondere Schwerpunkte sind:

  • die Zwangsumsiedlungsmaßnahmen in den Jahren 1952 und 1961 (Aktion „Ungeziefer“)
  • das Verschwinden vieler Ortschaften in Grenznähe (Geschleifte Orte)
  • die Friedliche Revolution und Grenzöffnung 1989
  • die Entwicklung des Grünen Bandes als einzigartiger Natur- und Erinnerungsraum

Darüber hinaus bietet die App vielfältige individuelle Erschließungsmöglichkeiten für Menschen, die das Grüne Band erkunden möchten. Dafür wurden Routen aufgenommen und erarbeitet, die sich an Wanderer, Radfahrer und Autoreisende richten. Mit einem Textvolumen von über einer Million Zeichen, mehr als 2.500 aktuellen und historischen Fotos, aktuellen und historischen Kartenansichten, Biografien der Todesfälle an dieser Grenze, Interviews mit Zeitzeugen sowie der Vorstellung aller Grenzmuseen, -initiativen und -gedenkstätten stellt die App die bislang umfassendste mediale Gesamtpräsentation der innerdeutschen Grenze und des Grünen Bandes dar. Sie bietet einen Offline-Modus und ist kostenlos, werbefrei sowie in deutscher und englischer Sprache nutzbar.


Förderer

Die App ist eine Produktion des berlinHistory e.V. und entstand durch die Förderung der Bundesstiftung Aufarbeitung sowie der Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen, der Stiftung Naturschutz Thüringen, des BUND, der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und der Bingo-Stiftung Niedersachsen. Außerdem wurde sie in Zusammenarbeit mit den Grenzlandmuseen, -initiativen und -gedenkstätten, den Landesdenkmalämtern und dem Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin realisiert.


Grünes Band bei Google Play – hier