Im Zeichen des Widerstands

Ein kleines Haus aus roten Steinen. Es steht in einem Park, umgeben von Bäumen. Das Häuschen ist der Teepavillon in Klein Trebbow.
Foto: Sylvia Kuska

Am Sonntag ist der 20. Juli. Jener Tag, an dem 1944 das Attentat auf Adolf Hitler scheiterte. Im Gedenken an den Widerstand lädt der Förderverein „Denkstätte Teehaus Trebbow“ zu einer Lesung und Ausstellung ins Teehaus. Einem kleinen Backsteinbau, der bei der Planung des Attentats eine wichtige Rolle spielte.


Die Lesung 

Ein Plakat. Das Plakat macht auf die Lesung aufmerksam.

Die Lesung rückt „Die Frauen des 20. Juli“ in den Mittelpunkt: Wie haben Nina von Stauffenberg, Charlotte von der Schulenburg, Emmi Bonhoeffer, Brigitte Gerstenmaier, Freya von Moltke und Clarita von Trott zu Solz, die Ehefrauen der Widerständler, diesen historischen Tag ganz persönlich erlebt? Die Autorin Dorothee Meding führte Anfang der 90er-Jahre die Gespräche mit den Frauen der Widerständler. Dabei ging es ihr nicht „um die Rekonstruktion von Geschichte, sondern um deren individuelle Verarbeitung“. 

Ab 16 Uhr lesen Barbara Frey und Ramona Ramsenthaler Auszüge aus dem Buch von Dorothee Meding „Mit dem Mut des Herzens. Die Frauen des 20. Juli“. Der Förderverein bittet um Anmeldung unter mail@teehaus-trebbow.de.


Die Ausstellung 

Das Plakat zur Ausstellung. Darauf ist Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg abgebildet. Und der Titel der Ausstellung: "Der Weg in den Widerstand."

Die Ausstellung stellt Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg in den Fokus und skizziert seinen Weg vom überzeugten Nationalsozialisten in den Widerstand. Sie kann am 20. Juli ab 13 Uhr besichtigt werden. Die Sonderausstellung ist noch bis Ende Oktober im Teehaus zu sehen. Sie öffnet jeden 2. Sonntag von 13 bis 16 Uhr. Führungen sind nach Absprache auch an anderen Tagen möglich. Der Kontakt dafür lautet: mail@teehaus-trebbow.de. „Mit der neuen Ausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert wurde, will unser Förderverein an die Frauen und Männer des Widerstands erinnern“, so die Veranstalter. 


Das Teehaus 

Ein Aufsteller. Darauf befinden sich Infos zu Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg. Im Hintergrund steht, leicht verschwommen, das Teehaus von Klein Trebbow.
Foto: Sylvia Kuska

Das Teehaus in Klein Trebbow ist kein zufälliger Ort für die Lesung und Ausstellung. Hier, in beschaulicher Abgeschiedenheit, traf sich von der Schulenburg zu Ostern 1944 mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu konspirativen Gesprächen über einen Angriff auf Hitler. Nach dem gescheiterten Attentat begannen im August 1944 die Prozesse vor dem sogenannten Volksgerichtshof. Fritz-Dietlof von der Schulenburg wurde am 10. August 1944 zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Berlin-Plötzensee hingerichtet.


Der Förderverein 

Das Logo vom Förderverein.

Der Förderverein „Denkstätte Teehaus Trebbow“ wurde 2004 gegründet. Ziele sind die Auseinandersetzung mit Diktaturen und die Stärkung von Zivilcourage und Bürgergesellschaft. Dazu gehören neben Ausstellungen auch Medienprojekte mit Schulen. Die Podcast-Reihe zum Thema Widerstand in Mecklenburg in Kooperation mit der „Tisa-von-der-Schulenburg-Schule“ Dorf Mecklenburg wurde 2024 mit dem Medienkompetenzpreis M-V ausgezeichnet. Mehr Infos unter teehaus-trebbow.de.


Lesetipp: Verschwörung im Teehaus

Ein Ausschnitt von einer Infotafel vor dem Teepavillon in Klein Trebbow.
Foto: Sylvia Kuska

20. Juli 1944. Es ist der Tag, an dem Claus Schenk Graf von Stauffenberg versucht, Hitler im Führerbunker in Ostpreußen zu töten. Bei den Vorbereitungen für das Attentat spielte auch ein Teepavillon in Klein Trebbow eine Rolle. Weiterlesen…