Anklam im Wandel der Zeit

Eine Luftaufnahme von Anklam. Darauf sind viele Häuser, zwei Kirchen, Bäume und ein Fluss. Über den Fluss führt eine große Brücke.
Foto: iStockphoto.com/Stefan Krisa

Interessieren Sie sich für die Geschichte von Anklam? Dann haben wir einen Tipp: die Veranstaltungsreihe „Anklamer Stadtgeschichte – Selbsterzählt“. Sie geht am 1. September wieder auf Zeitreise und wirft einen Blick auf die Entwicklung der Stadt seit den 90er-Jahren.  

Wie hat sich Anklam nach 1989/90 verändert? Welche Spuren hinterließen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbrüche im Stadtbild? Und wie wurde aus einer Stadt im Wandel eine Stadt mit neuen Perspektiven? 

Im zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „Stadt |Mensch |Bau: Anklamer Stadtgeschichte – Selbsterzählt“ werfen Architektin Susann Milatz und Historiker Christoph Wunnicke einen Blick auf die Entwicklung der Stadt von den 1990er-Jahren bis heute.

Zwischen Verlust und Neuanfang

Mit dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze, der Schließung von Betrieben und Behörden sowie einer starken Abwanderung begann ein tiefgreifender Strukturwandel. Neubaugebiete veränderten sich, neue Wohnformen entstanden und Investitionen prägten die Innenstadt neu.

Zu dieser Zeit setzte eine umfassende Stadterneuerung ein: Die Altstadt wurde schrittweise saniert, Wohngebiete wurden modernisiert, neue Ideen für Hafen, Peeneufer und Innenstadt entwickelt. Planerwerkstätten, Politik, Verwaltung und engagierte Bürgerinnen und Bürger suchten gemeinsam nach Zukunftsperspektiven für Anklam.

Die Veranstaltung thematisiert auch aktuelle Entwicklungen: die Umgestaltung des Marktplatzes, Abriss und Neubebauung in der Innenstadt, die Wiederbelebung der Nikolaikirchenruine als Kulturort mit dem künftigen IKAREUM, die Zukunft des Bahnhofs sowie Anklams Entwicklung als „Tor zur Sonneninsel Usedom“. Fragen zu Wohnungsleerstand, Bürgerbeteiligung und den Herausforderungen der Stadtentwicklung gehören ebenfalls dazu.

Der Eintritt ist frei 

Anhand zahlreicher Fotos, Pläne, Zeitzeugenberichte und konkreter Projekte entsteht ein lebendiges Bild davon, wie sich Anklam seit 1990 zwischen Schrumpfung und Aufbruch, Verlust und Neuanfang verändert hat. Eine Geschichte über Menschen, Politik und Bauwerke sowie über die Frage, welche Stadt Anklam in Zukunft sein möchte.

Die Vortragsreihe ist eine Veranstaltung vom Demokratieladen Anklam (LpB MV), dem Museum im Steintor und der Hansestadt Anklam. Sie findet am 1. September, 18 Uhr, im Ritz, Peenestraße 1a, statt. Der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Platzzahl wird darum gebeten, sich in der Anklamer Stadtinformation (03971/835154) anzumelden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Zuhören und Mitreden.