Prostitution in der DDR

Buchtitel „Prostitution in der DDR“. Die Lesung findet im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv statt. Fotos: be.bra Verlag/BStU

Dr. Steffi Brüning stellt am Samstag im Stasi-Unterlagen-Archiv in Görslow ihr Buch „Prostitution in der DDR“ vor. Anhand ausgewählter Biografien zeichnet die Historikerin die Schicksale von Frauen nach.


Hintergrund

Nach dem historischen Überblick bei „Samstags im Archiv 2025“ werden am 25. Juli konkrete Lebenswege und Schicksale von Frauen im Norden der DDR nachvollzogen. Wie funktionierte die Anwerbung und beabsichtigte „Nutzung“ von Prostituierten als Inoffizielle Mitarbeiterinnen durch das Ministerium für Staatssicherheit in der Praxis? Sexuell freizügige Frauen und Prostituierte kamen unter anderem als „Honigfallen“ zum Einsatz, die auf „operativ-interessante“ Personen angesetzt wurden.

Frauen, die anderen staatlichen Akteuren, der Polizei, den Abteilungen Innere Angelegenheiten oder Akteuren im Gesundheitswesen als sexuell freizügig auffielen, hatten wiederum Repressionen zu fürchten. Welche Strategien etablierten sie im autoritären Staat der DDR?

Dr. Steffi Brüning setzt am Samstag ihre Veranstaltungsreihe zum Thema „Prostitution in der DDR“ fort. Die Historikerin leitet seit 2021 die Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit Rostock in Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung MV.


Termin

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 25. Juli, um 14:30 Uhr im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin, Resthof in Görslow, 19067 Leezen. Der Eintritt ist frei. Neben der Buchvorstellung und dem anschließenden Gespräch werden eine Archivführung sowie Informationen zur Antragstellung und Beratung angeboten.
www.bundesarchiv.de


Buch

Steffi Brüning:
Prostitution in der DDR.

Eine Untersuchung am Beispiel von Rostock, Berlin und Leipzig, 1968 bis 1989.
Paperback, 320 Seiten,
ISBN 978-3-95410-217-4
Print 28,– € / E-Book 21,99 € Hier bestellen