Strukturen gegen Antisemitismus

Die Stiftung EVZ richtet sich mit dem Förderprogramm „In die Praxis! Strukturen schaffen gegen Antisemitismus“ gezielt an Organisationen aus Kunst/Kultur und Sport, die ihre Strukturen und Praxis im Umgang mit Antisemitismus nachhaltig weiterentwickeln möchten. Hier die Infos.


Weshalb die Ausschreibung?

Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) setzt sich ein für eine Gesellschaft, in der Antisemitismus keinen Platz hat, jüdisches Leben sichtbar und sicher ist und demokratische Werte wie Vielfalt, Respekt und Teilhabe selbstverständlich gelebt werden. 

Antisemitismus wird bis heute in Sprache, Bildern, Deutungsmustern und sozialen Dynamiken weitergetragen – häufig auch dort, wo er nicht unmittelbar erkannt wird. Er betrifft damit nicht nur einzelne Personen oder Gruppen, sondern wirkt auf alle Teile unserer Gesellschaft. Sport sowie Kunst/Kultur sind zentrale gesellschaftliche Räume: Menschen begegnen sich hier, organisieren sich, schaffen Öffentlichkeit und prägen gesellschaftliche Debatten und Praxis. 

Unsicherheiten, unterschiedliche Perspektiven und Konflikte können es erschweren, Antisemitismus offen zu thematisieren. Mit der Förderung entwickeln Organisationen eigene Kompetenzen, Verantwortlichkeiten, Verfahren, Arbeitsweisen. Sie verankern eine antisemitismuskritische Haltung und Organisationskultur in ihrer Praxis.


Förderprogramm

Mit dem Förderprogramm unterstützt die Stiftung EVZ Organisationen aus Sport sowie Kunst/Kultur dabei, ihre Handlungssicherheit zu stärken und institutionelle Verantwortung im Umgang mit Antisemitismus zu übernehmen. Ziel sind Veränderungen, die dauerhaft in den Strukturen und der Praxis der Organisation verankert werden.

  • Förderumfang: 100.000-250.000 Euro
  • Projektlaufzeit: 24-36 Monate
  • Förderland: Deutschland

Das Förderverfahren ist mehrstufig angelegt: Interessensbekundung → digitale Kennenlerngespräche → Auswahl von acht Organisationen → Entwicklungsphase → Vollantrag → Förderung.

Eine Interessensbekundung kommt für Sie infrage, wenn

  • Ihre Organisation gemeinnützig oder eine Institution in staatlicher Trägerschaft ist, ihren Sitz in Deutschland hat und im Sport oder in Kunst/Kultur tätig ist.
  • Sie in Ihrer Organisation oder Ihrem Tätigkeitsfeld konkreten Handlungsbedarf im Umgang mit Antisemitismus erkennen, etwa bei Handlungssicherheit, Zuständigkeiten, Verfahren oder der institutionellen Praxis.
  • Sie nicht nur einzelne Aktivitäten umsetzen, sondern Praxis, Strukturen oder Verfahren so weiterentwickeln möchten, dass Ihre Organisation im Umgang mit Antisemitismus dauerhaft handlungssicherer wird.
  • Sie Zugang zu den relevanten Zielgruppen haben und nachvollziehbar machen können, wie Sie dort Veränderungen anstoßen können.
  • Ihre Leitung den Veränderungsprozess unterstützt und die verbindliche Teilnahme an der Entwicklungsphase ermöglicht.

Für die Interessensbekundung brauchen Sie weder einen fertigen Projektantrag noch einen Kosten- und Finanzierungsplan. Genau dafür gibt es die Entwicklungsphase.
Digitaler Beratungstermin: 13. Oktober, 13 bis 14:30 Uhr


Zeitplan


Fragen und Antworten


Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Förderprogramm? Bitte wenden Sie sich an:
strukturen@stiftung-evz.de