„100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit“

Paula Fürstenberg. Foto: Sophie Kirchner / Buchcover: Kiwi-Verlag

„Niewiedervereinigung. 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit.“ Die Lesung und das Gespräch mit Autorin Paula Fürstenberg am 7. Oktober im Literaturhaus Rostock. Hier die Infos.


Kompakt

Lesung & Gespräch mit Paula Fürstenberg
7.10.2026 | 19:30 Uhr
Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus)
Doberaner Str. 21, 18057 Rostock

Karten
Vvk. 8 € zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei­ mvticket.de, Abendkasse: 10 €

Ermäßigt für Schüler/innen, Mitglieder im Literaturhaus Rostock e.V., Schwerbeschädigte; Inhaber:innen einer Ehrenamtskarte: 5 €
Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de

Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA.
Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de


Zum Buch

Paula Fürstenberg ist wütend. Wie allen Nachwendekindern hat man ihr im Einheitstaumel  blühende Landschaften und Antifaschismus versprochen. Die Realität: Arbeitslosigkeit, Abwanderung und rechte Gewalt. Und heute: eine in Teilen gesichert rechtsextreme Partei, die nur zu gerne die patriotische und nationalistische Idee der inneren Einheit aufgreift. Aber so war das doch nicht gemeint mit Deutschland einig Vaterland – oder doch?

Am 3. Oktober 1990 sind zwischen all den schwarz-rot-goldenen auch etliche Reichsflaggen zu sehen. Während die Menschen am Brandenburger Tor Freudentränen vergießen, prügeln sich über tausend Neonazis durch das frisch vereinte Land.

1987 in Potsdam geboren, wächst Paula Fürstenberg in den Baseballschlägerjahren auf. Entlang ihrer Biografie erschreibt sie die Leerstellen unserer Erzählung der deutschen Einheit, die bis heute als Sternstunde der Demokratie gefeiert wird – die man aber auch als Geburtsstunde eines neuen Nationalismus betrachten kann. In ihren scharfsinnigen, mal polternden, mal zarten Zwischenrufen kommt sie zur Überzeugung: Wir müssen gar nicht zu einem Volk zusammenwachsen.


Die Autorin

Paula Fürstenberg. Foto: Sophie Kirchner

Paula Fürstenberg studierte am Schweizerischen Literaturinstitut sowie an der Humboldt-Universität. 2016 erschien ihr Debütroman „Familie der geflügelten Tiger“, 2024 ihr zweiter Roman „Weltalltage“. Neben der Arbeit als Schriftstellerin ist sie als Kuratorin, Lehrende, Herausgeberin und in verschiedenen künstlerischen Kollektiven tätig und tourt mit der literarischen Girlband No Scribes. Fürstenberg lebt in Berlin und Brandenburg.


Kooperation

Eine Kooperationsveranstaltung von Heinrich-Böll-Stiftung MV, Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock/LpB MV und Literaturhaus Rostock im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung: Die Partei hat immer Recht. Die SED im Alltag der DDR. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.