
Wie neutral muss Bildung eigentlich sein? Wann darf und muss sie Haltung zeigen? Diese Fragen werden am Montag um 19 Uhr im Schweriner Coworking Café Tisch, Wittenburger Str. 16 a/b, diskutiert. Der Impulsvortrag von Prof. Dr. Hubertus Buchstein (Uni Greifswald) und das Podiumsgespräch sind Auftakt der diesjährigen Tage der politischen Bildung.
Hintergrund
Schulen, staatliche Institutionen und Medien sehen sich zunehmend mit dem Vorwurf konfrontiert, politisch nicht neutral zu sein. Lehrkräfte sind zur politischen Unparteilichkeit verpflichtet und stehen zugleich für die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ein.
Eigenständig eine Meinung bilden
Politische Bildung soll dazu befähigen, sich eigenständig eine Meinung zu bilden: Niemand darf überrumpelt werden, und was in Wissenschaft und Politik kontrovers erscheint, muss in Bildungsangeboten auch so dargestellt werden. Aber gilt dieses Kontroversitätsgebot ohne Einschränkungen? Wie ist mit Positionen umzugehen, die den demokratischen Grundwerten widersprechen?
Rolle und Verantwortung von Bildung
Der Greifswalder Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hubertus Buchstein beleuchtet am 7. September, was politische Neutralität in der Bildung bedeutet. Im anschließenden offenen Podiumsgespräch diskutieren Romy Tölk, Bürgermeisterin der Gemeinde Koblentz, Paula Schmidt von der DGB-Jugend Nord und Dr. Uwe Dietsche, Schulleiter des Fridericianum-Gymnasiums in Schwerin (angefragt) mit den Gästen über Herausforderungen, Rolle und Verantwortung von Bildung für die Stärkung demokratischer Grundwerte.

„Wir sind nicht neutral! Demokratische Werte in der Bildung“
Auftakt der Tage der politischen Bildung
Montag, 7.9., 19 Uhr im Coworking Café Tisch Schwerin, Wittenburger Str. 16 a/b
(am Schlossparkcenter)
Für Getränke und einen kleinen Snack ist gesorgt. Einlass ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Anmeldung – hier
Miteinander ins Gespräch kommen wollen die Träger der politischen Bildung am Montag bereits von 13 bis 18 Uhr am Pfaffenteich in Schwerin bei der Wahl-O-Mat-Tour in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung MV, dem Volkshochschulverband und dem fint e.V.
Tage der politischen Bildung
Jedes Jahr organisiert eine Gruppe von Trägern politischer Bildung die „Tage der politischen Bildung“, in der konzentriert landesweit Veranstaltungen der beteiligten Organisator/innen stattfinden. Zur Gruppe gehören: Arbeit und Leben e.V., Friedrich-Ebert-Stiftung MV, Heinrich-Böll-Stiftung MV, Frauenbildungsnetz MV e.V, Konrad-Adenauer-Stiftung MV, Landeszentrale für politische Bildung, Politische Memoriale e.V. und WIR – Erfolg braucht Vielfalt. Weitere Infos – hier
Veranstaltungen
Kontakt
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Telefon: 0385 – 588 18 950
Mail: poststelle@lpb.mv-regierung.de
Extra
#NichtNeutral
#NichtNeutral – 50 Jahre Beutelsbacher Konsens. Unter diesem Motto startet die gemeinsame Social-Media-Kampagne der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb sowie aller 16 Landeszentralen für politische Bildung zum 50. Jubiläum des Beutelsbacher Konsenses. Die Jubiläumskampagne macht deutlich: Politische Bildung ist nicht neutral. Weiter
Weitere Informationen unter www.bpb.de/beutelsbacher-konsens


