Fünf Jahre DuG Rostock

Heute vor fünf Jahren: Die DuG wird eröffnet. Foto: DuG (Archiv)

Am 2. Juli 2021 öffnete die Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit in Rostock nach einer mehrjährigen Sanierung. Heute blicken wir zurück auf fünf intensive Jahre und danken fast 50.000 Gästen.


Danke!

Seminare | Lesungen | Konzerte | Kunst | Theater — die DuG in Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung MV ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Möglich machen das insbesondere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die ihre Geschichte mit uns teilen, und unsere Kooperationspartnerinnen und -partner. Ihnen und Euch gilt unser Dank.


Bilder

Fluide Grenze. Ausstellungseröffnung mit Marie Jeschke. Foto: Thomas Häntzschel/nordlicht
Bundeskongress der Landesbeauftragten
Erste Führung mit Zeitzeugen am 17. Juni 2021
Die Landesweite Kunstschau 2025
Eröffnung der Mitmachausstellung
Schlüsselübergabe im Mai 2021
Theaterprojekt mit dem Volkstheater Rostock
Zeitzeugengespräch. Fotos: DuG (Archiv)

Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock

Grüner Weg 5
18055 Rostock
Tel.: 0385 / 588 18983

Foto: LpB MV

Die Untersuchungshaft des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im Bezirk Rostock wurde Ende der 1950er Jahre errichtet. Nicht einsehbar für Außenstehende, befand sie sich auf dem Gelände der Bezirksverwaltung des MfS. Von 1960 bis 1989 inhaftierte die Staatssicherheit dort rund 4.900 Frauen und Männer, Jugendliche ab einem Alter von 15 Jahren aus überwiegend politischen Gründen. Dazu gehörten zum Beispiel die Straftatbestände „staatsfeindliche Hetze“, „staatsfeindliche Verbindungsaufnahme“ und in zunehmendem Maße „versuchte Republikflucht“. Ab den 1970er Jahren waren die Mehrheit der Inhaftierten Menschen, die versucht hatten, über Land und See aus der DDR zu fliehen. Für viele Betroffene war dies die erste Erfahrung von Haft – nach durchschnittlich vier bis sechs Monaten Untersuchungshaft unter ständiger Isolation erfolgten Verurteilungen. Danach wurden die meisten Personen in andere Gefängnisse der DDR gebracht – unter anderem nach Bützow, Bautzen, Cottbus, Hoheneck. Ein Teil der Inhaftierten verblieb nach der Verurteilung vor Ort – als Strafgefangene mussten Frauen in Küche, Wäscherei und Näherei des Gefängnisses arbeiten, Männer wurden als Handwerker eingesetzt.

Die Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit in Rostock befindet sich seit 2021 in Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern. Die Erinnerungs- und Bildungsarbeit am historischen Ort zeichnet sich durch Kooperationen mit vielfältigen Partner/innen unter anderem aus Kultur und Kunst aus.

www.lpb-mv.de/projekte/dug-rostock


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