Die Radtour zur Grenzgeschichte

Zwischenstopp auf der Grenzradtour. Foto: B. Bley/LAMV

20 Schülerinnen und Schüler aus Lübz, Malchin und Rostock erkunden mit dem Fahrrad die Geschichte der innerdeutschen Grenze. Start: Montag. Knapp 170 Kilometer sind bis Freitag eingeplant.


12. Grenzradtour

Zwischen Wittenberge und Boizenburg besuchen die Teilnehmenden historische Orte und Erinnerungsstätten und kommen dabei mit Zeitzeugen und Experten ins Gespräch. Die mittlerweile 12. Grenzradtour des Landesbeauftragten für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Landeszentrale für politische Bildung M-V und des Vereins Politische Memoriale e.V. informiert 65 Jahre nach dem Mauerbau über die Geschichte der innerdeutschen Grenze, deren Sicherung und Überwachung, die Auswirkungen der Grenze auf das Alltagsleben der Menschen, über SED-Unrecht und dessen Aufarbeitung.

Weitere Themen der Tour sind die Transformationsgeschichte nach 1990 am Beispiel des Nähmaschinenwerks Wittenberge und das Projekt „Grünes Band“ in Verbindung zwischen Grenzgeschichte und Naturschutz. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit dem Leben von Michael Gartenschläger und gedenken ihm an dem Ort, wo er vor 50 Jahren von einem Stasi-Spezialkommando erschossen wurde. In der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes M-V in Nostorf-Horst informieren Dezernatsleiter Peppo Zahn, Mitarbeiter und Bewohner über Unterbringung und Aufnahmeverfahren und diskutieren mit den Teilnehmenden Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, von Migration und Integration in der Gegenwart.

Fachlich begleiten die Tour der Landesbeauftragte Burkhard Bley, der Leiter des Grenzhus Schlagsdorf Dr. Andreas Wagner (Politische Memoriale e.V.) und Carsten Socke von der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock.


Vormerken für 2027

Die Radtour 2026 ist ausgebucht, Interessenten können sich für 2027 unter tagung@lamv.mv-regierung.de vormerken lassen.