
Mittwoch, 24. Juni: Mit der 13. Stolpersteinverlegung gedenkt die „Initiative zur Erinnerung an jüdisches Leben in Stralsund“ gemeinsam mit der Hansestadt und Schülerinnen und Schülern der IGS Grünthal ermordeter und entrechteter Bürgerinnen und Bürger in der Zeit des Nationalsozialismus.
Hintergrund
Der Beginn der Verlegungen ist am Mittwoch um 13:30 Uhr in der Badenstraße 43 für Sara Kempler geb. Pufeles, danach geht es weiter in die Wasserstraße 79, dort hat Franziska Kutnewsky gewohnt. In der Frankenstraße 58 lebte die Familie Livschütz mit drei Personen.
Die fünf Menschen aus Stralsund wurden am 12.2.1940 nach Piaski deportiert und ermordet.
Die Schülerinnen und Schüler der IGS Grünthal lesen am Mittwoch aus Biographien und liefern die Musikbeiträge in Form von Chorsätzen. Alle Interessierten sind eingeladen, an der Verlegung in Stralsund teilzunehmen.

Weitere Infos unter
www.initiative-juedisches-leben-stralsund.de
www.gedenkbuch-stralsund.de
www.stolpersteine.eu
Stolperstein-App
Die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern hat sich gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Dataport auf den Weg gemacht, alle Stolpersteine und vor allem die Biografien von Opfern des Nationalsozialismus in Mecklenburg-Vorpommern in der App „Stolpersteine Digital“ zu erfassen – auch die Stolpersteine in Stralsund.
Nutzerinnen und Nutzer der App können mit der Kamera ihres Mobiltelefons Stolpersteine scannen und so die Biografie des Menschen, an den dort erinnert wird, abrufen. Zudem enthält die App eine Gedenkfunktion. Mit Hilfe von Augmented Reality kann eine Kerze am Stolperstein platziert werden und mit einer Gedenkbotschaft und dem eigenen Namen ergänzt werden. Andere Nutzerinnen und Nutzer der App können diese Kerzen dann auf ihrem Mobiltelefon sehen. Die Kerzen verbleiben für einen Zeitraum von sieben Tagen in der virtuellen Realität.
Die App „Stolpersteine Digital“ kann unter diesem QR Code heruntergeladen werden:
