Mauern – Gitter – Stacheldraht

Aus dem Flyer zur Ausstellung

Neue Ausstellung in der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock: „Mauern – Gitter – Stacheldraht” ist bis 5. Juni zu sehen.


Hintergrund

Die Repressionen in SBZ und DDR zwischen 1945 und 1990 waren vielseitig. Zu Leidtragenden wurden oft junge Menschen, die wegen ihrer Einstellung oder Lebensweise in Konflikt mit dem Staat, allen voran mit der SED, gerieten. Die Ausstellung „Mauern – Gitter – Stacheldraht” der UOKG e.V. gibt diesen Menschen ein Gesicht. Sie erzählt von den Schicksalen deportierter Frauen und Mädchen, von Internierten in deutschen und osteuropäischen „Speziallagern“, von politischen Häftlingen in DDR-Zuchthäusern, von an der innerdeutschen Grenze Zwangsausgesiedelten und von den durch die DDR-Staatssicherheit Verfolgten und Inhaftierten.

Neben „Mauern – Gitter – Stacheldraht” bestand die Grenze im Norden der DDR aus Wasser. Die Ostsee war Urlaubs-, Sehnsuchts- und Grenzraum. Diese Grenze war für Menschen Teil des täglichen Lebens sichtbar oder unsichtbar, belastend oder kaum beachtet. Die US-Historikerin Hope Harrison erforscht derzeit, wie Menschen diese Zeit und die „nasse Grenze” erlebt haben.

Zur Ausstellungseröffnung am 12. Mai um 18 Uhr erwartet Sie eine Einführung des Mit-Kuratoren der Ausstellung, Alexander W. Bauersfeld, UOKG e.V., sowie von Hope Harrison, Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald und Professorin für Geschichte und Internationale Beziehungen an der George Washington University, Washington, D.C.

Anschließend sind die Besucherinnen und Besucher in einem öffentlichen Gesprächsforum eingeladen, eigene Erlebnisse und Erinnerungen an die Ostsee-Grenze zu teilen. Willkommen sind historische Fotos, private Videoaufnahmen oder andere Erinnerungsstücke aus dieser Zeit, die gern mitgebracht werden können. Das Gesprächsforum bietet die Gelegenheit, gemeinsam über ein Stück regionale Geschichte nachzudenken und aktiv zur Forschung beizutragen.

Die Ausstellung ist vom 12. Mai bis 5. Juni 2026 in der DuG Rostock zu sehen.