
„Mythos Antifaschismus – die DDR und der lange Schatten des Antisemitismus.“ Der Vortrag von Dr. Sebastian Voigt: am 16. April in der DuG Rostock.
Hintergrund
Der Historiker wird sich mit der Frage auseinandersetzen, was unter dem staatlichen Antifaschismus der DDR konkret zu verstehen war und welche Rolle dabei der Antisemitismus spielte. Genauer wird er dabei beleuchten, wie in der DDR über Nationalsozialismus, Faschismus und die Ermordung der Jüdinnen und Juden gesprochen wurde – und ebenso, wo Themen ausgeblendet, relativiert oder gewichtet wurden.
Dabei nimmt er den erinnerungspolitischen Umgang mit der Shoah in den Blick, einschließlich der Spannungen zwischen antifaschistischem Anspruch und real existierendem Antisemitismus.
Eingeordnet werden diese Aspekte in die lange Geschichte des Judenhasses, die weit vor dem Nationalsozialismus beginnt: vom antiken Antijudaismus über den christlichen Judenhass des Mittelalters bis hin zum Antisemitismus des 18. und 19. Jahrhunderts.
Zur Person

Dr. Sebastian Voigt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte, München – Berlin, und Privatdozent an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zum Thema Antisemitismus, darunter: „Der Judenhass. Eine Geschichte ohne Ende?“
Kompakt
Nach dem ca. einstündigen Vortrag besteht die Möglichkeit für Fragen und zur Diskussion. Die Moderation übernimmt Dr. Steffi Brüning, Leiterin der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock.
Veranstalter/innen

