
„Das andere Russland. Memorial: 35 Jahre Kampf um historische Wahrheit und Demokratie.“ Die Ausstellung ist am Donnerstag im Dokumentationszentrum in Schwerin eröffnet worden. Hier die Infos und unsere Bilder.
Bilder










Hintergrund
Seit mehr als vier Jahren wird der bereits 2013/2014 begonnene völkerrechtswidrige Krieg Russlands gegen die Ukraine mit zunehmender Härte und Zerstörung geführt. Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete und in Russland inzwischen verbotene Menschenrechtsorganisation Memorial gehört zu den schärfsten Kritikern des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine.
Dem Wirken der Organisation widmet sich die Ausstellung „Das andere Russland. Memorial: 35 Jahre ^Kampf um historische Wahrheit und Demokratie“, die am Donnerstag im Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland eröffnet worden ist. Auf Initiative der Heinrich-Böll-Stiftung MV, des Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung MV macht die Ausstellung somit erstmals Station in Mecklenburg-Vorpommern und kann bis 28. April 2026 kostenfrei besichtigt werden.
Beim Podiumsgespräch zur Eröffnung diskutierten die Geschäftsführerin von Zukunft Memorial, Elena Zhemkova, und der Historiker Prof. Dr. Jörn Happel von der Universität der Bundeswehr Hamburg gemeinsam mit den Gästen über kritische Erinnerungskultur, über Menschenrechte als Grundpfeiler unserer Demokratie und über Politik und Zivilgesellschaft in Russland.
Ausstellung
Die Ausstellung von Zukunft Memorial stellt schlaglichtartig die Geschichte der Menschenrechtsverletzungen und das Engagement der Organisation für ein demokratisches Russland in der Zeit von 1989 bis heute vor. Und sie gibt Einblick in die bedrohten Sammlungen von Memorial: Unter den Original-Gegenständen von Häftlingen des sowjetischen Straflagersystems, des GULags, findet sich eine selbstgebaute Geige oder die Weste einer Pastorin mit eingenähten Bibeltexten.
Einzigartige Objekte, die von der Sehnsucht nach Freiheit zeugen und persönliche Geschichten von Opfern erzählen – aus einer Zeit, die das heutige Putin-Regime vergessen machen will.
Ausstellungs- und Besichtigungszeit
20.3. – 30.4.2026, Di – Fr, 12.30 – 16 Uhr und nach Absprache (Tel: 0385 745299-11)
Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de
Veranstalter/innen
Heinrich-Böll-Stiftung MV, Landesbeauftragter für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Landeszentrale für politische Bildung MV