Tag der Demokratiegeschichte in Waren

Waren (Müritz). Foto: Wikipedia

Am 18. März gibt es eine Stolpersteinrallye und ein Zeitzeugengespräch in Waren (Müritz). Thema: Die Geschichte der Stadt von 1933 bis 1989. Eine Veranstaltung zum Tag der Demokratiegeschichte.


Kompakt

Stolpersteinrallye & Zeitzeugengespräch

18.3.2026 | 9 Uhr | Regionales Berufliches Bildungszentrum Müritz / Stadtgeschichtliches Museum der Stadt Waren (Müritz) | 17192 Waren (Müritz) | Neuer Markt 1

Veranstalterin: Europäische Akademie MV


Hintergrund

Vor dem Hintergrund des ersten bundesweiten Tages der Demokratiegeschichte unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten verbindet diese Veranstaltung zwei zentrale Zeiten der deutschen Geschichte, in denen diktatorische Elemente tonangebend waren und aus denen die Demokratie sich erst nach Widerstand und langem Konflikt entwickelte.

App Stolpersteine digital

Die Veranstaltung beginnt am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum in Waren (Müritz) mit einer kurzen Einführung, gefolgt von einem gemeinsamen Aufsuchen mehrerer Stolpersteine, welche in den vergangenen Jahren für die Opfer der NS-Zeit gelegt worden waren. Hierbei sollen die Teilnehmenden mit Hilfe der neuen App Stolpersteine digital die Schicksale mehrere Personen erforschen, die zur NS-Zeit in Waren lebten und durch das Regime verfolgt und getötet wurden. Hierbei soll sowohl auf die Einzelschicksale als auch auf den größeren historischen Kontext eingegangen werden. Die Lebensrealitäten unter diktatorischen Systemen sind hierbei das zentrale Element.

Die App „Stolpersteine Digital“ kann unter diesem QR Code heruntergeladen werden:

Der zweite Teil dieser Veranstaltung richtet seinen Fokus dann auf das Leben während der DDR-Diktatur. Hierzu werden die Teilnehmenden in das Stadtgeschichtliche Museum der Stadt Waren (Müritz) geführt, wo zu diesem Zeitpunkt die Ausstellung Frauen im geteilten Deutschland der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu sehen sein wird. Vor diesem Rahmen sollen die Teilnehmenden dann aktiv an einem Zeitzeugengespräch teilnehmen. Als Zeitzeugin ist Christiane Scherfig eingeladen, die selbst in der Friedlichen Revolution von 1989 in der Region aktiv war und die mit den Teilnehmenden über das Leben in der DDR sprechen wird. Besonders im Fokus sollen hierbei die Einschränkungen im täglichen Leben, aber auch die Rolle der Frauen während der DDR-Zeit stehen. Darüber hinaus soll beleuchtet werden, wie sich Menschen gemeinsam gegen das diktatorische Regime auflehnten und für demokratische Reformen engagierten. Abgerundet wird die Veranstaltung dann mit einer Besichtigung der Ausstellung und einem kleinen Imbiss.


Der Tag der Demokratiegeschichte ist eine Initiative der Stiftung Orte der deutschen
Demokratiegeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte.
Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.