Wiedereröffnung in Wöbbelin

Die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin, Anja Pinnau. Foto: Wiebke Marcinkowski

Tag der offenen Tür am Sonntag in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin. Hier unsere Bildergalerie zum Start nach den Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten.


Bildergalerie

Fotos: Wiebke Marcinkowski

Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten

„Nach etwa einjährigen Bauarbeiten, in denen die Ausstellungen zum Konzentrationslager Wöbbelin sowie zum Leben und Nachleben Theodor Körners leider geschlossen bleiben mussten, freuen wir uns sehr, wieder Besucherinnen und Besucher in unserem Haus begrüßen zu können“, so die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätten, Anja Pinnau.

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit ihres Teams liegt in der Bildungsarbeit: Zahlreiche Schulklassen aus Ludwigslust-Parchim und der weiteren Umgebung besuchen jedes Jahr Wöbbelin. Dank eines neuen Seminarraums wurden die Bedingungen hierfür enorm verbessert.

Zugleich wurde die Wärmeversorgung des Hauses auf den neuesten Stand der Technik gebracht und neue Büroflächen im Obergeschoss geschaffen. Die Gesamtkosten der Sanierung beliefen sich auf rund 750.000 Euro, die aus Mitteln des PMO-Vermögens stammen. Darüber hinaus wurden etwa 35.000 Euro vom Staatlichen Amt für Gesundheit und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern für die Einrichtung der Büros und Seminarräume bereitgestellt.


Hintergrund

Das Konzentrationslager zwischen Wöbbelin und Ludwigslust bestand zehn Wochen im Jahr 1945, war das letzte Außenlager des KZ Neuengamme und forderte etwa 1.000 Menschenleben. Als US-amerikanische Militärtruppen das KZ Wöbbelin am 2. Mai 1945 befreiten, fanden sie auf dem Gelände 500 Leichen, die nur noch achtlos liegengelassen wurden.

Auf Befehl der amerikanischen Militärbehörden wurden diese Opfer am 7. Mai und 8. Mai 1945 in verschiedenen Orten der Region unter Teilnahmepflicht der Bevölkerung in Einzelgräbern beigesetzt. Auf dem Außengelände hinter dem Besucherzentrum in Wöbbelin fanden hierbei mehr als 160 Opfer des Konzentrationslagers ihre letzte Ruhe.

Neben dem Ehrenfriedhof für die KZ-Opfer liegt bereits seit 1813 das Grab des Dichters und Freikorpskämpfers Theodor Körner.

Die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin werden vom Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e.V. getragen. Mitglieder sind zahlreiche Gemeinden und Städte des Kreises.


Ludwigsluster Straße 2b

19288 Wöbbelin

www.gedenkstaetten-woebbelin.de