Die Shoa und die DDR

Auszug aus dem Buchtitel

Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Wie konnten jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen angesichts eines staatlich forcierten Antifaschismus verhandelt und artikuliert werden? In seiner Buchvorstellung geht der Historiker Alexander Walther diesen Fragen nach. Mittwoch im Max-Samuel-Haus in Rostock: Die Shoa und die DDR.


Buchvorstellung

Alexander Walther: Die Shoa und die DDR
Mittwoch, 25. Februar 2026 um 18.30 Uhr
Max-Samuel-Haus Rostock
(Schillerplatz 10)
Eintritt: frei (Spenden erbeten)

Die Buchvorstellung ist eine Kooperation des Vereins der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e.V. mit der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit Rostock in Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung MV.


Hintergrund

Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten sowie von Arbeiten u.a. von Arnold Zweig oder Heinz Knobloch zeigt Alexander Walther die Handlungsoptionen und Motivationen jüdischer, vereinzelt auch nichtjüdischer Akteure und Akteurinnen. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen an den Staat untersucht.

Alexander Walther

Alexander Walther studierte Geschichte und Englisch für das Lehramt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und wurde 2023 mit einer Arbeit über die Erinnerung an die Shoah in der DDR in Jena promoviert. Seit 2023 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt: Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 (Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz).