Gedenktag in der Kunsthalle

Aus der Serie „Totenstill“ von Dirk Reinartz. Foto: Wiebke Marcinkowski

Am 27. Januar, am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wird der Film „Nuit et Brouillard“ (Nacht und Nebel) von Alain Resnais in der Kunsthalle Rostock gezeigt. Im Anschluss gibt es ein Podiumsgespräch, ebenfalls im Begleitprogramm zur LpB-geförderten Ausstellung „Totenstill“.


Hintergrund

27. Januar, 19 Uhr | Kunsthalle Rostock

Eintritt frei

„Nacht und Nebel“ ist ein französischer Dokumentarfilm über die deutschen Konzentrationslager, insbesondere das KZ Auschwitz-Birkenau, und den Holocaust in der Zeit des NS-Regimes. Die Filmmusik komponierte Hanns Eisler.

Der Film ist in fünf Abschnitte gegliedert, die auf eine Einleitung folgen: Thematisiert werden u.a. die Errichtung der KZs, die Deportationen, Terror und die Zwangsarbeit im Lager, die medizinischen Experimente sowie die Morde in den Gaskammern.

Im Anschluss an die Vorführung des ca. 30-minütigen Films aus dem Jahr 1955 findet ein Podiumsgespräch mit dem Leiter der Kunsthalle Dr. Uwe Neumann und den Musikwissenschaftler/innen Prof. Dr. Friederike Wißmann (hmt Rostock), Jun.-Prof. Dr. Gabriele Groll (hmt Rostock) und PD Dr. Kai Hinrich Müller (hfmt Köln) statt.

Musikalisch gerahmt wird die Veranstaltung durch die Aufführung von Musik von Hanns Eisler, Erich Wolfgang Korngold und Erich Zeisl. Es musizieren Studierende und Dozierende der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Bis 8. März präsentiert die Kunsthalle Rostock im Erdgeschoss ihres Museumsgebäudes die mehrfach preisgekrönte Fotoserie „Totenstill“ von Dirk Reinartz. In der zwischen 1987 und 1993 entstandenen Serie setzt sich Reinartz mit den ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagern auseinander. Die Aufnahmen zeigen in strengem Schwarz-Weiß die immer gleichen Infrastrukturen der Massenvernichtung. Die Ausstellung wird von der LpB gefördert.


Kunsthalle Rostock
Hamburger Straße 40
18069 Rostock