
Die Ausstellung „Leseland DDR“ vom 4. Dezember bis 5. Februar in Lubmin. Zur Eröffnung liest Autorin Ines Kakoschke aus ihrem Buch „Die Spur der Feuerkäfer“.
Die Ausstellung „Leseland DDR“ der Bundesstiftung Aufarbeitung bietet mit Texten, Bildern und Videos eine anschauliche Zeitreise durch ein Land, das an die Macht des geschriebenen Wortes glaubte – und es zugleich fürchtete. Lesen und Schreiben wurden stark gefördert, während unerwünschte Literatur nur mit „Giftschein“ zugänglich war und Post sowie Reisende nach Druckerzeugnissen durchsucht wurden.
„Leseland DDR“ ist ein Beitrag zur Kulturgeschichte der SED-Diktatur, zugleich eine Anregung für Jung und Alt, nach dem Besuch die alten Bücher aufzuschlagen, um die Geschichte der DDR im Spiegel ihrer Literatur (neu) zu erkunden. Wie war Lesen in der DDR – zwischen Förderung, Kontrolle und Zensur?
Die Ausstellung lädt dazu ein, diese Frage zu erkunden. Auf 20 reich bebilderten Tafeln wird gezeigt, welche Rolle Bücher und Zeitschriften im Alltag der DDR spielten und wie Literatur Grenzen überwinden konnte. Sie zeigt auch, wie DDR-Literatur in der Gegenwart wahrgenommen wird und welche Impulse sie bis heute geben kann.

Die Ausstellung kann bis 5. Februar 2026 in der Heimvolkshochschule Lubmin besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Eröffnung
„Die Spur der Feuerkäfer“
Lesung mit Ines Kakoschke am 4. Dezember, 19 Uhr

Die 1964 in Greifswald geborene Lyrikerin, Buchautorin und Journalistin Ines Kakoschke verbindet literarische Texte mit persönlichen Reflexionen. Sie vermittelt Einblicke in die alltägliche Leseerfahrung in der DDR und regt die Besucherinnen und Besucher an, über Freiheit, Kontrolle und den Wert von Literatur nachzudenken.

Die Veranstaltungen werden von der Heimvolkshochschule Lubmin in Zusammenarbeit mit dem Demokratieladen Anklam/LpB MV organisiert.