
„Bruchlinien – Lebenswege zwischen Freiheit und Unterdrückung“ heißt ein neues Projekt. Die digitale Auftaktveranstaltung findet am 4. Dezember statt. Hier die Infos und der Link zur Anmeldung.
Hintergrund
Wie können junge migrantisierte Menschen stärker an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben und was braucht es, um Barrieren abzubauen? Der digitale Kick-off des Projekts „Bruchlinien – Lebenswege zwischen Freiheit und Unterdrückung“ bringt Akteur/innen aus Jugend-, Bildungs- und Migrationsarbeit zusammen, um gemeinsam über Partizipation, Zugänge und Chancen zu diskutieren.
Nach einem fachlichen Input über Engagement, Barrieren und Lösungsvorschläge der migrantischen Teilhabe folgen Praxisbeispiele aus den Bereichen historische Bildung, migrantische Selbstorganisation und Partizipation im ländlichen Raum. Anschließend laden Breakout-Sessions zum gemeinsamen Austausch über Erfahrungen, Bedarfe und Ideen ein.
Die Veranstaltung
Selbstorganisiert oder desinteressiert – Wie gelingt Mitbestimmung von jungen Menschen in der postmigrantischen Gesellschaft?
Donnerstag, 4. Dezember 2025
15–17 Uhr
Digital (Zoom)
Die Anmeldung ist hier möglich
Oder per Mail an: krause@boell-sh.de
Über Bruchlinien
„Bruchlinien“ eröffnet jungen Menschen mit Migrationsgeschichte neue und kreative Zugänge zu der deutschen Geschichte. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen von Freiheit und Unterdrückung während der deutschen Teilung, der SED-Diktatur und nach der Wiedervereinigung bis heute. Die Teilnehmenden verknüpfen historische Ereignisse mit ihren eigenen Lebensrealitäten, etwa zu Migration, Menschenrechten oder im Umgang mit Rassismus. Dabei können Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Erfahrungen festgestellt werden, die neue Perspektiven eröffnen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
Das Projekt richtet sich an Jugendliche, die heute in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein leben. Sie erhalten die Möglichkeit, regionale und überregionale Bezüge zur deutsch-deutschen Geschichte zu entdecken, diese kritisch zu reflektieren und mit ihren eigenen Erfahrungen von Migration und Zugehörigkeit zu verbinden. So wird Geschichte nicht abstrakt vermittelt, sondern zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit Fragen nach Freiheit, Ausgrenzung und Zusammenhalt in der Gegenwart.
In Rahmen von Exkursionen, Gesprächen mit Zeitzeug/innen und einer einwöchigen Autumn School begeben sich die Teilnehmenden auf regionale Spurensuche und setzen sich intensiv mit persönlichen Geschichten auseinander. In kreativen Workshops, zum Beispiel zu Fotografie oder kreativem Schreiben, entwickeln sie eigene Zugänge zu diesen Themen. Sie setzen historische Erfahrungen nicht nur in Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen, sondern auch zu ihrer eigenen Familien- und Migrationsgeschichte.
