
80 Jahre Kriegsende, 80 Jahre Befreiung des KZ Wöbbelin, 80 Jahre Erinnern, Gedenken, Würdigen, Mahnen. Die Fotoausstellung „Stille Zeugnisse“ wird am Montag im Rathaus Boizenburg, Markt 6, eröffnet. 17 Uhr geht’s los.
Hintergrund
Die Wanderausstellung „Stille Zeugnisse“ erinnert an die Geschehnisse des Nationalsozialismus im Landkreis Ludwigslust-Parchim und gedenkt den Opfern dieser Zeit. Durch subtile Schwarz-Weiß-Fotografien werden die einzelnen Erinnerungsorte der Gedenkstätten des Landkreises thematisiert und mittels eines diskreten Grades der Abstraktion charakterisiert.
Die Wanderausstellung entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e.V. und den beiden Fotografinnen Lisa Massow und Therese Kietzmann und wird vom 10. November bis 31. Dezember 2025 im Rathaus Boizenburg zu sehen sein. Die Stadt Boizenburg als Ausstellungsort wurde bewusst gewählt, denn am westlichen Stadtrand von Boizenburg/Elbe unweit des Ortsteils Vier gelegen, befindet sich eine Außenstelle des Heimatmuseums Boizenburg mit baulichen Zeugnissen aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Es handelt sich um den Küchenkeller des Außenlagers Boizenburg des KZ Neuengamme.
Das KZ-Außenlager errichtete die SS im August 1944. 400 aus dem KZ Auschwitz-Birkenau deportierte ungarische Frauen jüdischen Glaubens mussten unter unmenschlichen Bedingungen in der Rüstungsproduktion für die Firma Thomsen & Co. Zwangsarbeit leisten.
„Stille Zeugnisse“
Mit einer Vernissage wird die Ausstellung am Montag, den 10. November 2025 um 17 Uhr im Rathaus Boizenburg eröffnet.
Die beiden Fotografinnen, gebürtige Parchimerinnen, betreiben seit Ende 2021 ein Fotogeschäft in ihrer Heimatstadt und sind am Schuhmarkt 4, mitten in der Innenstadt zu finden. Nachdem Therese Kietzmann ihre Ausbildung zur Fotografin in Kiel erfolgreich beendete und Lisa Massow ihr Fotografie-Studium in Berlin abschloss, zog es beide zurück nach Parchim, wo sie ihren Traum eines eigenen Fotostudios gemeinsam in die Realität umsetzten. Seitdem liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf der Portraitfotografie, aber auch künstlerische Projekte gehören zum Repertoire. So konnten beide sowohl mehrere Ausstellungen realisieren als auch Fotowettbewerbe gewinnen.