35 Jahre deutsche Einheit

Aus dem Flyer zur Veranstaltung

35 Jahre deutsche Einheit. Markus Meckel im Gespräch mit Historiker Christoph Wunnicke – und dem Publikum. Am 7. November in Strasburg. Der Eintritt ist frei.


Kompakt


    Hintergrund

    Im Herbst 1989 wurde auch Strasburg zum Schauplatz tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Neue oppositionelle Gruppen entstanden, und die Bevölkerung forderte in Resolutionen, Demonstrationen und Bürgerversammlungen eine demokratische Neuordnung.

    In diesen Wochen trat auf nationaler Ebene Markus Meckel in den Vordergrund – einer der zentralen Akteure der Friedlichen Revolution. Er forderte schon früh freie Wahlen, Meinungsfreiheit und die Achtung der Menschenrechte. Er wurde im April 1990 zum letzten Außenminister der DDR berufen und saß am Verhandlungstisch der Zwei-plus-Vier-Gespräche. Ein knappes Jahrzehnt später unterstützte er den in Anklam geborenen Günter Schabowski (1. Sekr. der SED-BL Berlin), dessen berühmte Pressekonferenz vom 9. November 1989 zum Symbol für den Fall der Mauer wurde. Meckel würdigte Schabowskis späte Einsicht in den Wandel der Zeit und unterstützte dessen Versuch, im Rückblick Verantwortung zu übernehmen.

    Diese Aspekte, aber auch die lokale Protestgeschichte, kulturelle Selbstvergewisserung und der politische Kurswechse stehen im Zentrum der Veranstaltung.


    Markus Meckel

    …gehörte von 1990 bis 2009 dem Deutschen Bundestag an. Er wuchs in der DDR auf, ist evangelischer Pfarrer und gehörte seit den 70er-Jahren zur Opposition. 1989 initiierte er die Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR und wurde deren stellv. Vorsitzender. Er saß am Zentralen Runden Tisch und war nach der freien Wahl 1990 Abgeordneter und Außenminister (April–August 1990) und nahm als solcher an den 2+4-Gesprächen teil, die zur Deutschen Einheit führten.