
„Geflüchtet, vertrieben, entwurzelt – Kindheiten in Mecklenburg 1945 bis 1952.“ Die Ausstellung von Stiftung Mecklenburg und LpB ist bis 22. November in Bad Doberan zu sehen.
Hintergrund
Etwa eine Million Deutsche, die in Folge des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat in Südost- und Osteuropa verlassen mussten, verschlug es nach Mecklenburg und dem verbliebenen Teil Pommerns westlich der Oder. Mehr als ein Drittel von ihren waren Kinder. Wie erlebten sie ihre Ankunft und Aufnahme? Wie gestaltete sich Kindheit in fremder Umgebung in der unmittelbaren Nachkriegszeit? Was konnte die Aufnahmegesellschaft unter dem Diktat der Neuordnung nach sowjetischem Vorbild für diese Kinder leisten?
Viele Zeitzeugen haben, in fortgeschrittenem Alter oft auch schriftlich, über ihr Schicksal berichtet. Auf der Basis von Gesprächen und Berichten, neuerer Literatur und Quellen gibt die Ausstellung Einblick in Kindheiten, die von Hunger und Verlust, Mangel und schwerer Arbeit geprägt waren. Gerade in Mecklenburg und Vorpommern, wo das Schicksal der Vertreibung fast jeden zweiten Einwohner betraf, ist die Erinnerung trotz jahrzehntelangen Schweigens unter sozialistischen Verhältnissen noch heute sehr präsent.
Kinder auf der Flucht – das ist immer noch ein hochaktuelles Thema. Die Folgen, das zeigen die Erfahrungen Befragter, wirken lebenslang.
Ausstellung
Geflüchtet, vertrieben, entwurzelt – Kindheiten in Mecklenburg 1945 bis 1952
Stadt- und Bädermuseum „Möckelhaus“
Beethovenstraße 8, 18209 Bad Doberan
Öffnungszeiten
bis 31. Oktober: Mi, Do, Fr 10 bis 16 Uhr, Sa, So 11 bis 16 Uhr
November: Di, Mi, Do, Fr 10 bis 16 Uhr, Sa 11 bis 16 Uhr
Der Eintritt ist kostenfrei.