Die Bodenreform nach 80 Jahren

Plakat des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes zur Bodenreform, Quelle: BArch, PlakY 02-0146. Gestaltung: Atelier Hauer+Dörfler

„Die Bodenreform nach 80 Jahren. Einblicke und Auswirkungen.“ Der Vortrag und das Gespräch am 25. September in Neubrandenburg. Der Eintritt ist frei.


Hintergrund

Im Zuge der Bodenreform wurden in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bis 1948 mehr als 10.000 landwirtschaftliche Privatbetriebe entschädigungslos enteignet, ihre Besitzer vertrieben und mehr als 200.000 Neubauernstellen geschaffen. Die Reform war einer der gewaltigsten Transformationsprozesse, die es zwischen Elbe und Oder bisher gegeben hatte. Kernland war das heutige Mecklenburg-­Vorpommern.

Im Mittelpunkt des Vortrages erörtert Dr. Jens Schöne (stellvertr. Berliner Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), wie es zur Bodenreform kam und welche Veränderungen sich daraus ergaben. War sie eine ökonomische Notwendigkeit oder politisches Kalkül? Wie repressiv agierte die Stasi? Und wie wirkte die Kollektivierung fort, in der DDR und bis heute?

Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, einen ­Antrag auf persönliche Akteneinsicht zu stellen. Dazu ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.

Der Zugang zum Vortrag ist nicht barrierefrei.