
„Vom langen Weg der ostpreußischen Wolfskinder.“ So lautet das Thema am Donnerstag, beim Abendvortrag in der Gedenkstätte ehemaliges Wehrmachtgefängnis Anklam. 18 Uhr geht’s los.
Hintergrund
Der Referent Dr. Christopher Spatz promovierte 2015 nach Abschluss seines Studiums der Geschichte und Germanistik an der Humboldt Universität in Berlin zum Thema ostpreußische Wolfskinder. Er forscht zu Zwangsmigration im östlichen Mitteleuropa und Geschichte der Beziehungen Deutschlands zu Russland, Litauen und Polen. Des Weiteren ist er in den Bereichen Traumafolgen, Erinnerungstransfer und Familiengedächtnis tätig. Er veröffentlichte 2016 sein erstes Werk „Nur der Himmel blieb derselbe – Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben“ im Verlag Ellert & Richter. Ende 2018 ist dort sein 2. Werk „Heimatlos. Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung“ erschienen.
Die erfolgreiche Kampagne der Menschenrechtsorganisation „Gesellschaft für bedrohte Völker“ zur Entschädigung der Wolfskinder durch die Bundesrepublik Deutschland hat er 2017 wissenschaftlich begleitet. 2019 wurde ihm der Ostpreußische Kulturpreis verliehen.
Termin
„Vom langen Weg der ostpreußischen Wolfskinder“
Gedenkstätte ehemaliges Wehrmachtgefängnis, Adolf-Damaschke-Straße 5a, 17389 Anklam
18. September, 18 Uhr
Buch
Spatz, Christopher: Ostpreußische Wolfskinder. Erfahrungsräume und Identitäten in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Einzelveröffentlichungen des DHI Warschau 35. Osnabrück: fibre Verlag, 2016. 239 S., ISBN 978-3-944870-40-3
Ausstellung
Am Donnerstag können Sie auch die Sonderausstellung „Stillgeschwiegen!“ in der Gedenkstätte ehemaliges Wehrmachtgefängnis sehen.
Kontakt
Museum im Steintor
Telefon: 03971 24 55 03
Mail: info@museum-im-steintor.de