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Auszug aus dem Kalender

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Aktuell
25 Jahre Dokumentationszentrum Prora
12.9.2025 | 16 Uhr | Dokumentationszentrum Prora
Dritte Straße 4, 18609 Binz
Veranstalter: Dokumentationszentrum Prora e.V.
Programm
10 Uhr bis 18 Uhr: Tag der offenen Tür (kostenfrei)
16 Uhr: Podiumsgespräch „Erinnerungen und Perspektiven in Prora“
Mit Rolf Hoffmeister (Inselbogen Verwaltungsgesellschaft), Dieter Holtz (ehem. Bürgermeister von Sassnitz), Rolf Kammann (Stadt- und Regionalplaner u.a.), Prof. Dr. Hannes Knapp (Landschaftsökologe), Dr. Alexander Schmidt (Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg), Dr. Markus Sommer-Scheffler (ehem. Mitarbeiter der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landkreis Vorpommern-Rügen), Moderation: Prof. Achim Hack, Hochschule Wismar
Ab 18 Uhr: Musik mit der „Hauptstadtpolka“
Die Veranstaltung im Kalender – hier
Hintergrund
Prora gehört zum Ostseebad Binz und liegt an der Prorer Wiek. Hier wurde die etwa 4,7 km lange Anlage im Auftrag der „NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude“ zwischen 1936 und 1939 gebaut und zu großen Teilen auch vollendet.
Die Anlage steht unter Denkmalschutz. Sie ist neben dem „Reichsparteitagsgelände“ in Nürnberg die größte geschlossene architektonische Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen Zeit. 20.000 Menschen sollten hier gleichzeitig Urlaub machen. Das „KdF-Bad der Zwanzigtausend“ ist nicht nur ein baugeschichtlich interessantes Beispiel für den Gebrauch der Architektur der Moderne im Nationalsozialismus, sondern auch ein sozialgeschichtlich wichtiges Zeugnis für das Bemühen des NS-Regimes, die Arbeiter, deren Parteien und Organisationen 1933 zerschlagen worden waren, zu befrieden und für die Kriegs-, Lebensraum- und Rassenpolitik zu gewinnen. Die „Nerven des Volkes“ sollten für den nächsten Krieg gestärkt werden.
Das Dokumentationszentrum Prora wurde im Jahr 2000 gegründet, um damit eine Lücke in der Erinnerungslandschaft der Bundesrepublik zu schließen. Es zeigt die Dauerausstellung MACHTUrlaub, die Prora und die staatliche Organisation der Freizeit im Nationalsozialismus in den machtpolitischen Rahmen einordnet und damit einen Beitrag zur Zerstörung langlebiger Mythen um den Nationalsozialismus leistet. Darüber hinaus wird in der Ausstellung die Nachnutzung als Militärstandort zu DDR-Zeiten und der Umgang mit der eigentlich denkmalgeschützten Anlage mit neuen Nutzungskonzepten nach 1990 aufgezeigt.
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