Ortswechsel für Ausstellung

Die Ausstellung ist vom 12. bis 22. August im Rostocker Rathaus zu sehen. Foto: Archiv

„Einweisungsgrund: Herumtreiberei.“ Die Ausstellung ist ab Dienstag im Rathaus Rostock zu sehen. Dr. Steffi Brüning spricht über „Die Geschlossene Venerologische Station in Rostock“. Im Anschluss ist ein Rundgang durch die Ausstellung geplant. Zudem gibt es ein Erzählcafé für Betroffene.


Infos/Anmeldung

Ortswechsel für die Ausstellung „Einweisungsgrund: Herumtreiberei.“ Von der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock geht’s ins Rathaus (Neuer Markt 1a, 18055 Rostock). Ab Dienstag um 18 Uhr beginnt der Vortrag von Dr. Steffi Brüning mit anschließendem Rundgang. Anmeldung unter: gleichstellungsbeauftragte@rostock.de

Bereits um 16 Uhr öffnet am Dienstag das Erzählcafé im Rathaus-Anbau, Beratungsraum 1a. Das Erzählcafé ist eine offene Gesprächsrunde für Frauen, die während der DDR-Zeit in Geschlossene Venerologische Stationen eingewiesen wurden. Auch Angehörige und Interessierte sind im Erzählcafé herzlich willkommen.

Der Vortrag und das Erzählcafé gehören zum Begleitprogramm von zwei Ausstellungen, beide zum Thema: „Ich will nicht hinter Gittern leben. Umerziehung und Disziplinierung junger Menschen in der DDR.“


Ausstellungen

Blackbox Heimerziehung

…bringt die Geschichte der repressiven Heimerziehung in der DDR zurück an die historischen Orte ehemaliger Umerziehungseinrichtungen. Die Ausstellung in einem umgebauten Seecontainer beleuchtet die ideologischen Hintergründe sozialistischer Umerziehung und innere Funktionsweise des DDR-Heimsystems. Die Erinnerungen ehemaliger Heimkinder stehen im Mittelpunkt und verdeutlichen die bis in die Gegenwart reichenden Folgen von Umerziehung in der DDR.

Einweisungsgrund: Herumtreiberei

Die Wanderausstellung dokumentiert staatliche Repression gegen Mädchen und Frauen in der DDR. Im Fokus steht die Umerziehung in den Geschlossenen Venerologischen Stationen, in denen systematisch sexualisierte Gewalt ausgeübt wurde. Betroffen waren vor allem Mädchen und Frauen, deren Verhalten von den sozialistischen Idealen der Arbeitsdisziplin, des partnerschaftlichen Zusammenlebens oder der Staatstreue abwich.


Termin


Hintergrund

„Ich will nicht hinter Gittern leben. Umerziehung und Disziplinierung junger Menschen in der DDR.“ Ein Projekt der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock/Landeszentrale für politische Bildung MV gemeinsam mit den Kooperationspartnern Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Landesbeauftragter für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Frauenbildungsnetz MV und Lichtspieltheater Wundervoll.