
Während des Nationalsozialismus wurden Sinti und Roma systematisch verfolgt und ermordet. An den Völkermord wird jedes Jahr am 2. August erinnert – am Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma. Hier unser Buchtipp.
Das Buch
Anhand zahlreicher Quellen und Zeitzeugenaussagen berichtet Natalja Jeske in ihrem Buch „Sinti und Roma in Mecklenburg und Vorpommern“ über den Kampf um Selbstbehauptung als Bürgerinnen und Bürger der deutschen Gesellschaft ebenso wie über die dramatische Verfolgungsgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus.
Hintergrund
Am 11. März 1943 wurden Sinti und Roma aus ganz Mecklenburg in einer zentralen Aktion in das Konzentrationslager Auschwitz verschleppt. In Weitin bei Neubrandenburg lebten bis ins 20. Jahrhundert hinein Sinti-Familien. Auch an zahlreichen anderen Orten in Mecklenburg und Vorpommern wohnten Sinti und Roma mit ihren Familien, darunter in Neustadt-Glewe, Rostock und Teterow. Sie waren Nachbarinnen und Freunde, arbeiteten als Handwerker und Händlerinnen – dennoch wurden sie auch in unserer Region ausgegrenzt, unterdrückt und verfolgt. Was ist aus diesen Menschen und ihren Geschichten geworden? Natalja Jeske folgt den Spuren der wenigen Überlebenden bis in die Nachkriegszeit.
Sinti und Roma in Mecklenburg und Vorpommern

Nataljia Jeske: Sinti und Roma in Mecklenburg und Vorpommern
Waren (Müritz) 2023 | RAA / Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Landeszentrale für politische Bildung MV. ISBN 978—3-00—074737—3.
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