
15. Juli, 17 Uhr. Am Dienstag werden in der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock zwei Ausstellungen eröffnet, beide zum Thema: „Ich will nicht hinter Gittern leben. Umerziehung und Disziplinierung junger Menschen in der DDR.“
Blackbox Heimerziehung
…bringt die Geschichte der repressiven Heimerziehung in der DDR zurück an die historischen Orte ehemaliger Umerziehungseinrichtungen. Die Ausstellung in einem umgebauten Seecontainer beleuchtet die ideologischen Hintergründe sozialistischer Umerziehung und innere Funktionsweise des DDR-Heimsystems. Die Erinnerungen ehemaliger Heimkinder stehen im Mittelpunkt und verdeutlichen die bis in die Gegenwart reichenden Folgen von Umerziehung in der DDR.

„Einweisungsgrund: Herumtreiberei“
Die Wanderausstellung dokumentiert staatliche Repression gegen Mädchen und Frauen in der DDR. Im Fokus steht die Umerziehung in den Geschlossenen Venerologischen Stationen, in denen systematisch sexualisierte Gewalt ausgeübt wurde. Betroffen waren vor allem Mädchen und Frauen, deren Verhalten von den sozialistischen Idealen der Arbeitsdisziplin, des partnerschaftlichen Zusammenlebens oder der Staatstreue abwich.

Programm



Hintergrund
„Ich will nicht hinter Gittern leben. Umerziehung und Disziplinierung junger Menschen in der DDR.“ Ein Projekt der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock/Landeszentrale für politische Bildung MV gemeinsam mit den Kooperationspartnern Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Landesbeauftragter für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Frauenbildungsnetz MV und Lichtspieltheater Wundervoll.

