Das Gedächtnis der Töchter

Vom / Fundstücke, Landeskunde

Aus dem Flyer zur Veranstaltung

20. Juni, 18 Uhr in Linstow. Zum Weltflüchtlingstag lädt das Wolhynier Umsiedlermuseum zur Lesung „Das Gedächtnis der Töchter“ mit der Autorin und Filmemacherin Irene Langemann ein.

„Eine Kleinstadt in Sibirien, 1969. Eisige Kälte. Die elfjährige Vera wird von ihren Mitschülern auf einer menschenleeren Straße angegriffen und als Faschistin beschimpft. Tief gedemütigt begibt das Mädchen sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Als ihre Mutter Anna sie in die Familiengeschichte einweiht, beginnt für Vera eine Reise in die Vergangenheit. Ihre Vorfahren, strenggläubige Mennoniten, sind Anfang des 19. Jahrhunderts aus Westpreußen nach Russland ausgewandert, in das Gebiet der heutigen Ostukraine. Vera erfährt die Geschichte ihrer Familie über sechs Generationen, packende Lebenswege, die sich durch die Jahrhunderte bis in die Jetztzeit spiegeln: vom bescheidenen Wohlstand der frommen Kolonisten in der Zarenzeit über unmenschliche Entbehrungen, existenzielle Not und Diskriminierung in der Sowjetdiktatur bis hin zu den idyllischen Sommern an der Küste Georgiens in den Siebzigerjahren.“ (Friedenauer Presse)

Irene Langemann wuchs in einer russlanddeutschen Familie auf. Sie studierte in Moskau an der Theaterhochschule „Schtschepkin“ Schauspiel und Germanistik. Im Juni 1990 verließ sie die Sowjetunion und lebt seitdem in Köln.

Die Lesung findet in Kooperation mit dem Rotary Club Güstrow und dem Kunst- und Altertumsverein Güstrow e.V. statt. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Förderung der Museumsarbeit wird gebeten.

Lesung
Irene Langemann – Das Gedächtnis der Töchter
Donnerstag, 20. Juni 2024
18 Uhr
Wolhynier Umsiedlermuseum, Kiether Str. 2, 18292 Linstow

umsiedlermuseum-wolhynien.de

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