Neu im Bestand: Juden in Mecklenburg 1845-1945

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Die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) und das Institut für Zeitgeschichte München/Berlin (iFZ) haben gemeinsam ein Gedenkbuch zur Geschichte der Juden in Mecklenburg vorgelegt.

Auf einer dichten Quellenbasis wird in diesem Gedenkbuch erstmal für einen Zeitraum von einhundert Jahren das vielfältige jüdische Leben in Mecklenburg dargestellt. Beschrieben werden nicht nur alle 45 jüdischen Gemeinden des Landes, deren Führungsgremien und leitende Persönlichkeiten. Durch die Auswertung von bislang nicht oder kaum zugänglichen Materialien war es auch möglich, detailreich zahlreiche zentrale Aspekte des jüdischen Lebens in Mecklenburg wie Herkunft, Bildung, Sozial- und Berufsstrukturen oder Auswanderungen in den Blick zu nehmen.

Die antijüdischen Maßnahmen des „Dritten Reichs“ wie die Entrechtung, Enteignung, Internierung, Deportation und Ermordung der Juden, aber auch Emigration, Suizide, Überleben durch sogenannte Mischehen oder im Untergrund sowie Versuche jüdischer Gegenwehr stehen im Mittelpunkt der Darstellung, die durch zahlreiche statistische Auswertungen und Tabellen ergänzt wird. Dabei werden die regionalspezifischen Gegebenheiten immer in Beziehung gesetzt zu deutschlandweiten Entwicklungen. Der gebrauch des Buches und weitergehende Forschungen werden durch das umfangreiche Ortsregister erleichtert.

Die mit fast 1.200 Fotos illustrierten Kurzbiographien von mehr als 7.000 Juden, die zwischen 1845 und 1945 in Mecklenburg lebten, vermitteln ein aufschlussreiches und vielfach erschütterndes Bild vom Leben und Sterben jüdischer Menschen.

Das Gedenkbuch kann im Shop der LpB MV für 30€ bezogen werden.

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