Unsere Themenseite zum 62. Jahrestag des Mauerbaus. Mit App-, Buch- und TV-Tipps. Mit Hintergründen u.a. zur Grenze in Mecklenburg (und was von ihr übrig blieb) – und mit einer Einladung zum Gedenken in Schwerin.
Hintergrund
Am 13. August vor 62 Jahren begann der Bau der Berliner Mauer und die Abriegelung der innerdeutschen Grenze. Der 13. August 1961 veränderte schlagartig das Leben vieler Menschen in beiden Teilen Deutschlands. Die innerdeutsche Grenze trennte Ost und West fast 30 Jahre lang. Zwischen 1961 und 1989 wurden mehrere hundert Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime an Land und auf See ums Leben. Allein an der 231 km langen innerdeutschen Grenze in Mecklenburg zwischen Pötenitz und Lütgenwisch starben mehr als 30 Menschen. Mindestens 174 Menschen starben bei Fluchtversuchen über die Ostsee, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich erheblich höher. Unzählige weitere wurden bei dem Versuch zu fliehen, festgenommen und zu hohen Haftstrafen verurteilt.
Gedenken
Die Landeshauptstadt Schwerin, die Landeszentrale für politische Bildung MV und der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur gedenken am 13. August um 11 Uhr mit einer Kranzniederlegung an der Tafel für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft am Demmlerplatz in Schwerin der Opfer der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Hintergründe
Der 13. August 1961. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“, sagte DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961. Gut acht Wochen später, am 13. August 1961, begann der Bau der Mauer in Berlin. Über Nacht. Und Symbol gebend für die deutsche Teilung. Weiterlesen
Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Die Themenseite der Bundeszentrale für politische Bildung – hier
Was von der Grenze übrig blieb
Kaum etwas erinnert heute noch daran, dass die Bundesstraße 208 zwischen Roggendorf in Mecklenburg-Vorpommern und Mustin in Schleswig-Holstein einst unterbrochen war. Jahrzehntelang war diese Straße ein Symbol der deutschen Teilung. Weiterlesen
Buch-Tipps
Sandra Pingel-Schliemann: „Ihr könnt doch nicht auf mich schießen!“ Die Grenze zwischen Lübecker Bucht und Elbe 1945 bis 1989. Schwerin, 3. Auflage 2017
Erhältlich beim Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: www.landesbeauftragter.de
Sandra Pingel-Schliemann, Hendrik Lietmann: Spurensuche. Orte der Friedlichen Revolution in Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin 2019, Landeszentrale für politische Bildung MV
Hier geht’s zur Bestellung im LpB-Shop
Die App zur Mauer
Die Geschichte vom Mauerbau bis zum Mauerfall – mit Fotos, Videos, Texten, Tondokumenten. Ein kostenloses Angebot für iPhone, iPads und Android-Mobiltelefone. Hier
TV-Tipp
Ein Tag im August. 62 Jahre nach dem Mauerbau spiegelt die 90-minütige szenische ZDF-Dokumentation die Ereignisse aus einer doppelten Perspektive. Auf beiden Seiten, Ost und West, begleitet sie Zeitzeug/innen auf deren Weg durch jene schicksalhaften Stunden im August 1961. ZDF-Mediathek
Für Kinder erklärt
Vor 62 Jahren ist rund um West-Berlin eine drei Meter hohe, unüberwindliche Mauer gebaut worden. Aber wieso passierte das? Um das zu verstehen, müssen wir etwas über den geschichtlichen Hintergrund wissen. Der Mauerbau für Kinder erklärt – auf www.hanisauland.de
Das Grenzhus Schlagsdorf
Über das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze im Norden informiert das Grenzhus Schlagsdorf.