1700 Jahre jüdisches Leben

Vom / Landeskunde, LpB

Das Ensemble Opus 45 mit Schauspieler Roman Knižka. Foto: Tom Solo

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland werden 2021 gefeiert. In MV sind bislang gut 40 Veranstaltungen und Projekte geplant. Neu dabei: vier Konzertlesungen der LpB mit Mitgliedern des Ensembles Opus 45, dem Schauspieler Roman Knižka und der Mezzosopranistin Pia Liebhäuser.

Das Ensemble Opus 45 hat sich 2008 bei einem Berliner Orchesterprojekt gegründet: Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ stand auf dem Programm – Opus 45. Das Bläserquintett tritt gemeinsam mit dem TV-Schauspieler Roman Knižka und der Mezzosopranistin Pia Liebhäuser (Staatsoper Stuttgart) auf, spielt teils exklusiv für das Ensemble bearbeitete Musik von Gustav Mahler, Viktor Ullmann, Jacques Offenbach u.a., während der Schauspieler rezitiert und liest.

Opus 45 tritt seit Jahren mit politischen Programmen in Erscheinung und war bereits mehrfach auf Einladung der Landeszentrale in MV zu Gast: „Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“ heißt ein Programm zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus, die Fortsetzung, „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen…“ behandelt den Rechtsterrorismus heute. Im neuen Programm „Ich hatte einst ein schönes Vaterland…“ blicken Schauspieler, Bläser und Sängerin auf 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland zurück, veranschaulichen die Vielfalt jüdischen Lebens, berichten von Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung deutscher Juden unter dem NS-Regime und geben Einblicke, wie sich jüdisches Leben in Deutschland heute gestaltet.

Für 2021 sind Auftritte in Bergen, Wöbbelin, Rövershagen und Rostock mit der Landeszentrale für politische Bildung MV vereinbart. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

1700 Jahre jüdisches Lebens in Deutschland. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird das Festjahr intensiv vorbereitet. Vereine, Verbände und Engagierte sind aufgerufen, sich mit Projekten und Veranstaltungen zu beteiligen. Infos und Anmeldungen: www.2021JLID.de/mitmachen

1700 Jahre. Dokumentiert ist dies durch die erste urkundliche Erwähnung von Juden in Köln: Am 11. Dezember 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt zur Bekleidung von Ämtern durch Juden. Diese Urkunde belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger Bestandteil der europäischen Kultur sind. Deshalb wird im Jahr 2021 das deutsch-jüdische Festjahr „#2021JLID – 1700 Jüdisches Leben in Deutschland“ gefeiert.

Infos: www.1700jahre.de und www.2021jlid.de

Hintergrund

Dorothee Freudenberg. Geschichte der jüdischen Gemeinde Stavenhagen 1750-1942. Schwerin 2020. Landeszentrale für politische Bildung MV. Hier geht’s zur Bestellung

Egon Krüger. Stammbäume jüdischer Familien in Pasewalk. Milow, Strasburg, Berlin 2019. Schibri-Verlag. Hier geht’s zur Bestellung

Michael Buddrus, Sigrid Fritzlar. Juden in Mecklenburg 1845-1945. Zwei Bände. Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern. Hier geht’s zur Bestellung

Facebook