Warum heißt es – Marstall?

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Ein Blick auf die Vorderseite des Marstalls: Links befindet sich heute das Bildungsministerium, rechts das Sozialministerium. Foto: Sylvia Kuska

Feriengeschichte, Teil 1: In der Schweriner Werderstraße, neben dem Anleger der Weißen Flotte, steht ein großer, imposanter Gebäudekomplex: der Marstall. Woher kommt der Name? Hier die Erklärung.

Der Gebäudekomplex sieht so imposant aus, weil er einst für einen Herzog gebaut wurde. Er wohnte nicht selbst darin; dafür hatte er ja das Schloss. Er stellte dort seine Pferde unter. Deshalb heißt es Marstall. Der Begriff leitet sich vom althochdeutschen Wort „marahstal“ ab. Althochdeutsch ist eine frühe Form unserer Sprache. „Marah“ bedeutete „Pferd“.

Auf der Hinterseite erinnern blaue Pferdefiguren daran, wie der Marstall früher genutzt wurde. Foto: Sylvia Kuska

Von oben betrachtet sieht der Schweriner Marstall aus wie ein rechteckiger Bilderrahmen, bei dem an einer der langen Seiten ein Stück herausgefallen ist. Wenn ihr an der Außenfassade entlang einmal um das Gebäude herum flitzen würdet, hättet ihr ungefähr einen Kilometer zurückgelegt.

Ausgedacht hat sich das Gebäude Georg Adolph Demmler. Der Architekt hat viele Gebäude in Schwerin entworfen. Die Fassade vom Rathaus oder das Arsenal am Pfaffenteich, zum Beispiel. Auch im Schloss stecken viele Ideen von ihm.

Aber zurück zum Marstall. Nachdem Großherzog Paul Friedrich 1837 von Ludwigslust ins Schloss nach Schwerin gezogen war, brauchte er ein Gebäude, das groß genug für all seine Pferde und Kutschen war. Und eine Reithalle. Die Bauarbeiten begannen 1838 und dauerten vier Jahre. Aber: Von seinem Marstall hatte der Großherzog gar nichts. Er starb im März 1842 und sein Sohn, Friedrich Franz II. übernahm den Thron.

Dieses Gebäude war früher die Reithalle. Heute wird es manchmal für Veranstaltungen genutzt. Foto: Sylvia Kuska

Um seine vielen Pferde und Kutschen kümmerte sich der Großherzog natürlich nicht selbst. Dafür hatte er Personal. Pferdeburschen, Stallmeister, Wagenmeister. Auch sie wohnten im Marstall. Kein Wunder also, dass das Gebäude so groß geworden ist.

Großherzöge regieren in Schwerin seit 1918 nicht mehr. Das herrschaftliche Gebäude in der Werderstraße ist jedoch erhalten geblieben. Heute befinden sich darin das Sozial- und das Bildungsministerium.

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